Full text: (1887/88)

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Technik prüft er die bei den Versuchen gewonnenen Präparate und 
giebt durch eine Reihe den Stempel der Treue tragender Zeichnungen 
‘Gelegenheit zur Controle seiner Angaben. 
Es ist durch die Arbeit eine wesentliche Förderung, wenn auch 
nicht, bei der grossen Schwierigkeit der Aufgabe, eine endgültige Ent 
scheidung geschaffen. 
Die Fakultät steht hiernach nicht an, dem Verfasser den Preis 
zu verleihen.“ 
Der Verfasser war cand. med. Friedrich Reinke. 
Philosophische Fakultät. Die von der philosophischen 
Fakultät gestellten Preisaufgaben lauteten: 
1. „In wieweit lassen sich die von Heimei für die germanische 
Alliterationspoesie festgestellten rhetorisch-syntaktischen Formen noch 
in den Epen Rother, Nibelungenlied und Gudrun nachweisen?“ Die 
Frage hat nur eine Bearbeitung erfahren, über welche die Fakultät wie 
folgt urtheilt: 
„Mit sehr lobenswerther Sorgfalt, Umsicht und Sachkenntniss hat 
der Verfasser der mit dem Motto ov nccvty 6 xov ^ijTovvcog svqi'Gxsi 
növog versehenen Arbeit die durch das Thema bezeichneten rhetorisch 
syntaktischen Formen in den drei genannten Epen nachgewiesen und 
klassifiziert. Das gegenseitige Verhalten dieser Dichtungen in dem 
Gebrauche jener Stilmittel ist allerdings nicht erschöpfend untersucht, 
wie sich denn auch sonst einzelne Ausstellungen machen lassen. Als 
Ganzes ist indessen die Arbeit als eine sehr tüchtige und fleissige 
Leistung zu bezeichnen, so dass ihr die Fakultät den vollen Preis 
zuerkennt. Der Verfasser war stud. phil. Julius Schmedes. 
2. „Darstellung der theoretischen Ableitung für die elektrischen 
Einheiten Ohm, Volt, Ampere, Coulomb, Weber und einige Experi 
mentalmethoden zur Bestimmung dieser Grössen.“ 
Die eingelieferten Arbeiten tragen das Motto „Erst besinn’s, dann 
beginn’s“ und „Alles mit Mass.“ 
Beide Arbeiten beweisen, dass die Verfasser sich sehr vollständig 
mit dem zu behandelnden Problem vertraut gemacht haben. Sowohl 
die in der Aufgabe geforderte Ausführung der Theorie, als die Dar 
legung der experimentellen Begründung. derselben sind von beiden 
Bearbeitern in gleich gründlicher Weise behandelt worden. Die 
Fakultät hat daher den Preis zwischen beiden Bewerbern zu theilen 
beschlossen. Die Verfasser waren die stud. math. H. Teege und 
H. Detlefs.
	        
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