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und zu beschränkende Gabe, und vielmehr durch stete Bewahrung der
Ehrenhaftigkeit und der sittlichen Zucht auch im fröhlichen Treiben
der Jugend darthun, dass die ihnen verliehene Freiheit ein unbedenklich
zu gewährendes Vorrecht sei.
Dass dieselbe unter unseren Studierenden nicht blos zur Erholung
von der alltäglichen ordnungsmässigen Arbeit, sondern auch zu frei
willig betriebenen ausserordentlichen wissenschaftlichen Studien in er
freulichem Maasse verwandt worden ist, dafür legen die wissenschaft
lichen Arbeiten Zeugnis ab, welche in Anlass der Neuen Schassischen
Preisfragen vom 5. März 1885 bei den Fakultäten eingereicht worden
sind.
Die theologische Fakultät hatte die Aufgabe gestellt:
„Es soll untersucht werden, in wie weit sich lediglich mit Hülle
der paulinischen Briefe ein chronologisch zusammenhängendes
Bild von dem Lebensgange des Apostel Paulus gewinnen lässt,
und es soll auf Grund dieser Untersuchung der Wert des auf
Paulus bezüglichen Berichts der Apostelgeschichte beurtheilt
werden“.
Zu ihrer Lösung sind zwei Arbeiten eingegangen, die eine mit
dem Motto:
„Theorien mögen gewinnen im Lichte der Geschichte, nie aber
die Geschichte in Abhängigkeit von der Theorie“,
die atidere mit dem Motto:
77Qog ruvra ti'q Ixavog;
Die erste dieser Arbeiten lässt zwar in der Heranziehung der
neusten Speciallitteratur viel vermissen und fasst daher die Probleme
nicht ganz in ihrem gegenwärtigen Stande auf, abstrahirt in der Er
hebung des biographischen Materials aus den paulinischen Briefen nicht
genug von dem vorschwebenden Geschichtsbild der Apostelgeschichte
und belastet die Ausführung mit Erörterung einer Menge von histo
rischen Fragen, deren Heranziehung vom Thema nicht gefordert war
und für dasselbe eher verdunkelnd wirkt. Aber sie führt im zweiten
Theile die Aufgabe in einer im Ganzen anerkennungswerthen Weise
durch und erscheint als ein Zeugniss rühmlichen Fleisses, umfassenden
Wissens und eines lebendigen Interesses für die kritischen Probleme
des Neuen Testaments der Fakultät eines Preises nicht unwerth.
In vollem Maasse müssen die ebengenannten Vorzüge auch der
zweiten Arbeit zuerkannt werden. Obwol auch ihr Verfasser in der
Litteraturberücksichtigung dem gegenwärtigen Stande der, freilich sehr
zahlreichen, berührten kritischen Einzelfragen nicht ganz gerecht wird,
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