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II. Von der Universität im Allgemeinen und von den
Universitätsinstituten.
1. Zur Geschichte der Universität,
Jahresbericht, erstattet von dem abtretenden Rektor Herrn Professor Dr. Klostermarm
beim Rektoratswechsel am 5. März 1886.
Hochansehnliche Versammlung!
Mit Dank gegen Gott, der uns den Frieden und das Leben er
halten, blicken wir heute wieder auf ein glücklich vollbrachtes Lebens
jahr unserer Universität zurück. Drei Tage aus demselben sind einer
besonderen Erinnerung werth; der Tag des Jubiläums unsers aller
gnädigsten Landesherrn Sr. Maj. des Kaisers und Königs, zu welchem
die Universität eine huldvoll aufgenommene Adresse absandte, der
13. Mai als Gedächnistag unseres grossen Historikers und Patrioten
Dahlmann, an welchem wir die Freude hatten, unseren früheren
Kollegen Herrn Geh.-Rath Waitz als Festredner in unserer Mitte zu
sehen, und der i. Juni, an welchem des Herrn Ministers von Gossler
Excellenz unsere Universität mit einem Besuche beehrte und uns mit
der That wie mit ausdrücklichem Worte der wohlwollenden Fürsorge
der Königlichen Regierung für unser Gedeihen aufs neue gewiss machte.
Dank derselben ist uns die Erhaltung des Schlosssales für die Skulpturen
sammlung gesichert, das mineralogische Institut in einem neuen Raume
zweckmässiger angesiedelt, ein romanisch-englisches Seminar neu gegründet
und die Herstellung eines grösseren Hörsales in der gynäkologischen
Klinik in gewisse Aussicht genommen. Desgleichen ist durch Be
willigung einer Remuneration das akademische Konsistorium in die
Lage versetzt worden, in der Person des Herrn Ingenieur Gamst einen
Leiter für die akademischen Turnübungen zu gewinnen. Auch darin
erkennen wir dankbar die Fürsorge der Königlichen Regierung, dass
die ungewöhnlich zahlreichen Lücken, welche durch das Scheiden be
währter und hochgeschätzter Kollegen unser Lehrkörper erlitten hat,
in erwünschter Schnelligkeit wieder ausgefüllt wurden. So ist in der
theologischen Fakultät für den zum Herbste nach Heidelberg berufenen
Professor Herrn Dr. Wendt sofort Herr Professor Dr. Franke aus
Plalle eingetreten; in der juristischen Fakultät für den nach Dorpat
berufenen Professor des Römischen Rechtes, Herrn Dr. Schott, der bis
herige Privatdozent Herr Professor Dr. Jörs aus Bonn; in der medi
zinischen Fakultät für den nach 36 Jahren ruhmvoller Wirksamkeit in
Kiel in den verdienten Ruhestand tretenden Geh. Medizinalrath Professor
Dr. Litzmann der bisherige ausserordentliche Professor hierselbst Flerr

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