Full text: (1884/5)

Ausdruck des Concessivverhältnissesim Altfranzösischen; am 14. Februar 
1885 Rudolf Amann, Diss.: De Corippo priorum poetarum latinorum 
imitatore; am 6. März 1885 August Hoofe, Diss.: Lautuntersuchungen 
zu Osbern Bokenam’s Legenden; am 6. März 1885 Ernst Weinnoldt, 
Diss.: Ueber Funktionen, welche gewissen Differenzgleichungen n, Ord 
nung Genüge leisten. 
f Gustav Ferdinand Thaulow. 
Am 11. März 1883 verlor die Christian-Albrechts-Universität einen 
ihrer ältesten Lehrer, den Professor der Philosophie, Geheimen Regierungs 
rath Dr. Thaulow, dem der vorjährige Rektoratsbericht bereits warme 
Worte der Anerkennung und treuer Erinnerung gewidmet hat. Doch 
in der „Chronik der Universität“, wie herkömmlich, seiner noch ein 
gehender zu gedenken, ist um so mehr gegeben, als in Gustav Thaulow 
ein Mann heimgegangen ist, welcher mit allen Fasern seines Herzens 
an seinem Geburtslande und an dessen Hochschule, der er 40 Jahre 
als Lehrer angehörte, gehangen hat und welcher in seinem idealen Sinn 
sein Leben lang bestrebt gewesen ist, beiden die höchsten geistigen 
Güter zu erhalten und zu vermehren. Wenn je zwischen einer Landes- 
Hochschule und der Bevölkerung ein vermittelndes Band bestanden hat, 
so ist dies seit vielen Jahren zwischen der Christiana-Albertina und 
Schleswig-Holstein durch Gustav Thaulow der Fall gewesen. Mit 
einer seltenen Begabung für eine solche Vermittelung ausgerüstet, hat 
er da die reichsten Erfolge erzielt, wo kaum ein Anderer auf Gelingen 
hätte rechnen dürfen. 
Erinnern wir vor Allem an die Errichtung des neuen Univer 
sitätsgebäudes. Es war im Jahre 1861, als Thaulow den schönen 
und grossen Gedanken fasste, unser Land solle seiner Hochschule zu 
dem im Jahre 1865 bevorstehenden Jubiläum ihres 200 jährige Bestehens 
ein würdiges neues Haus als Ehrengabe darbringen. Er trug diesen 
Gedanken hinaus ins Land, er wusste für denselben unser Volk zu be 
geistern und schuf durch die Bildung von nicht weniger, als 72 Lokal- 
Komiteen die Grundlage für das Unternehmen, welches dann durch 
viele andere Hände aufgenommen und fortgeführt und endlich 1876 
zum glücklichen Ziel gebracht wurde, wenn auch in Folge der inzwischen 
stattgehabten staatlichen Veränderungen, auf anderem Wege, als ur 
sprünglich geplant war. Wohl bedurfte es der, bereitwilligst gebotenen, 
Beihülfe der königlichen Staatsregierung, um Das zur schönen Ausfüh 
rung zu bringen, was unter ganz anderen Verhältnissen begonnen ward.
	        
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