Full text: Chronik der Universität Kiel (1883)

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Dank der Erhöhung des Institutsfonds konnte das Inventar an 
Gläsern und Sammlungskästen vervollständigt, und für die Sammlung 
ein| Theil der His’schen Modelle des situs viscerum erworben werden. 
Dr. W. Flemming. 
7. Das physiologische Institut. 
Das Institut hat durch Anbau eines für biologische Untersuchung 
bestimmten grösseren Aquariums in dem verflossenen Jahr eine bau 
liche Erweiterung erfahren. 
In dem Personal ist dadurch eine Veränderung eingetreten, dass 
der frühere Assistent Dr. v. Norden nach Giessen übergesiedelt ist; 
an seine Stelle ist von Ostern 1883 an Dr. Graf F. Spee getreten. 
Es sind ausser den gewöhnlichen Collegien physiologische und 
embryologische Curse ertheilt worden, ausserdem wird das Institut von 
mehreren Docenten zu Vorträgen benutzt, weil die Gelegenheit zu Ex 
perimenten in erwünschter Weise dargeboten werden kann. 
Der Apparat des Instituts konnte zwar nicht in nennenswerther 
Weise vergrössert werden, aber die Verwendbarkeit des maschinellen 
Apparates, namentlich für demonstrative Zwecke, wurde vervollkommnet 
und erhöht. 
Die aus dem Institut hervorgegangenen Arbeiten hatten in der 
vergangenen Periode vorwiegend entwicklungsgeschichtliche Themata 
zum Ausgangspunkt. 
Hensen. 
8. Die medicinische Klinik. 
Auf der medicinischen Klinik wurden im Jahre 1883 behandelt 
1104 Kranke (767 m., 337 w.), darunter 419 Krätzkranke. Es starben 
74 Kranke (51 m., 23 w.). Ausserdem wurden ambulant behandelt 
852 Kranke. 
Als Assistenten fungirten die Herren Dr. G. Petersen, Glaevecke, 
von Starck, Reher, Roediger. 
• Quincke. 
9. Die medicinische Poliklinik. 
Im Jahre 1883 wurden in der Stadt Kiel 3246, im städtischen 
Krankenhause 549, im Ganzen 3795 Kranke poliklinisch behandelt. 
Der Bestand belief sich am 1. Januar 1883 in der Stadt auf 146, 
im städtischen Krankenhause auf 77 Kranke. Es wurden also 
im Laufe des Jahres 1883 neu aufgenommen 3572, d. h. 372 mehr als 
im Jahr 1882.
	        

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