Full text: (SS 1942)

I. Mitteilungen für Studierende 
Immatrikulation, An- und Abmeldung- 
Immatrikulationstermine 
Die ordentlichen Immatrikulationstermine finden in der Zeit vom 26. März bis 
zum 18. April 1942 statt. 
Wer immatrikuliert werden will, hat sich Mittwoch oder Sonnabend um 9 Uhr 
im Zimmer Nr. 77 der Universität unter Vorlegung seiner Papiere im Original 
(Reifezeugnis, sämtliche Abgangszeugnisse von früher besuchten Universi 
täten, gegebenenfalls das Zeugnis über die bestandene ärztliche Vorprüfung und 
bei unterbrochenem Studium für die fragliche Zeit polizeiliche Führungszeug 
nisse) zu melden. Drei Lichtbilder sind hierbei abzugeben. 
Ein Abdruck der Bestimmungen über die Sonderförderung der Kriegsteilnehmer 
bei der Durchführung des Studiums an den wissenschaftlichen Hochschulen ist 
im Universitäts-Sekretariat (Z. 77) erhältlich. 
Vorschriften für die Immatrikulation 
1. Zum Nachweis der wissenschaftlichen Vorbildung für das akademische 
Studium haben Angehörige des Deutschen Reiches dasjenige Reifezeugnis 
einer deutschen höheren Lehranstalt beizubringen, das für die Zulassung 
zu den ihrem Studienfach entsprechenden Berufsprüfungen vorgeschrieben 
ist. Ferner haben sie sowie die Abiturienten späterer Jahrgänge nachzu 
weisen, daß sie ihrer Arbeitsdienstpflicht genügt haben oder von der Ab 
leistung der Arbeitsdienstpflicht befreit sind. Auf Grund ausländischer 
Reifezeugnisse dürfen Reichsangehörige nur dann immatrikuliert werden, 
wenn daraufhin ihre Zulassung zu den ihrem Studienfach entsprechenden 
Berufsprüfungen in ihrem Heimatstaat gesichert erscheint. 
Die Fakultät, bei der der Studierende einzutragen ist, bestimmt sich durch 
das von ihm gewählte Studienfach. 
2. Mit besonderer Erlaubnis der Immatrikulations-Kommission können Ange 
hörige des Deutschen Reiches, die ein genügendes Reifezeugnis nicht er 
worben, jedoch wenigstens die Obersekundareife erreicht haben, auf vier 
Semester immatrikuliert und bei der philosophischen Fakultät eingetragen 
werden. 
Die Immatrikulations-Kommission ist ermächtigt, nach Ablauf dieser vier 
Semester die Verlängerung des Studiums um zwei Semester aus besonderen 
Gründen zu gestatten. Eine weitere Verlängerung ist nur mit Genehmigung 
des Kurators der Universität zulässig. 
3. Reichs-, Staats-, Gemeinde- oder Kirchenbeamte, Angehörige der Wehrmacht 
sowie Personen, die dem Gewerbestand angehören, können zum Studium zu 
gelassen werden, wenn nachgewiesen ist, daß sie durch Beurlaubung vom 
Dienst oder durch Befreiung von ihrer beruflichen Tätigkeit über soviel 
freie Zeit verfügen, daß die Durchführung eines gründlichen Studiums 
gesichert ist. Bei Beamten gilt der Nachweis als erbracht, wenn sie durch 
ihre Dienstbehörde mindestens von der halben Dienstzeit befreit sind. 
4. Jüdische Mischlinge deutscher Staatszugehörigkeit werden nur mit ministeri 
eller Genehmigung zum Studium zugelassen. 
5. Mit der Zulassung zur Immatrikulation ist nicht ohne 
weiteres die Aussicht auf Zulassung zu den Prüfungen 
gegeben. Hierfür sind die Prüfungsordnungen maßgebend. Über die An 
rechnung von Semestern, die nicht in der gleichen Fakultät oder die auf 
anders gearteten Hochschulen verbracht sind, entscheiden die zuständigen 
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