Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1880/81 (Band XXVII.)

jahre. Es darf hieraus die Ueberzeugung geschöpft werden, dass das Benutzungs-Reglement vom 
2. Mai 1876 (cf. Chronik 1876, S. 16), nachdem man sich in die dadurch geschaffenen neuen 
Einrichtungen eingelebt hat, für die törderung der Benutzung heilsam gewesen ist. 
An die Akademische Lesehalle gelangten 179 Zeitschriften (im Vorjahre 157). 
Als Publikation aus den Kieler Manuscripten ist zu verzeichnen: A. Wetzel, »Zu Cilicius 
Cimber«, in der Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holstein-Lauenburgische Geschichte 10, 
199—208. 1881. 
Von auswärts erhielten wir Archivalien, Handschriften und Bücher zur Benutzung von dem 
Königl. Staatsarchiv zu Königsberg i. Pr., der Königlichen und Universitäts-Bibliothek zu Breslau, 
der Klosterbibliothek zu Loccum (Prov. Hannover), den Königlichen Bibliotheken zu Berlin und 
Kopenhagen, der Universitäts-Bibliothek zu Göttingen. 
Die Revision des Bücherbestandes, welche im Vorjahre nach Massgabe des Verwaltungs- 
Reglements vom 26. Juli 1879 begonnen war, wurde fortgesetzt und erstreckte sich auf die Hand 
schriften zur Schleswig-Holsteinischen Geschichte und von den gedruckten Büchern auf die beiden 
Fächer der Orientalia und der Philosophie. 
Damit hat die Revision der Manuskripte überhaupt ihren Abschluss erreicht, und ist deren 
Gesamtzahl, früher (Chronik 1878, S. 22) annähernd auf 2000 veranschlagt, jetzt, soweit dieselben 
katalogisiert sind, genau auf 2047 festgestellt. Hierzu treten noch 73 Urkunden, welche unter die 
Manuskripte eingereiht sind. 
Was den Bestand an gedruckten Büchern anlangt, so kamen zu der am Schlüsse des Etats 
jahrs 1878/79 (Chronik 1878, S. 21) angenommenen Totalsumme von 
171265 Bänden 
im Etatsjahr 1879/80 1922 Bände 
1880/81 195° » 
Hieraus ergiebt sich für den Schluss des Etatsjahrs 1880/81 ein Gesamtbestand von 175137 
Bänden gedruckter Bücher (ohne die Dissertationen- und Programmen-Bände). 
Hand in Hand mit der Revision ging das Einbinden derjenigen Manuskripte, welche 
seit ihrer Katalogisierung in den Jahren 1847—73 * n ungebundenem Zustand belassen waren. Es 
mussten im Ganzen 871 Manuskripte neu gebunden werden, um sie Vorkommenden Falls der Benutz 
ung zugänglich machen zu können. Der Abschluss dieser ebenso mühsamen und zeitraubenden, 
als unerlässlichen und dringlichen Arbeit bedingt eine abermalige Entlastung des Bücherfonds (cf. 
Chronik 1879, S. 12) zu Gunsten neuer Anschaffungen. 
Der Personalstand der Bibliothek erfuhr insofern eine Veränderung, als in die Hilfsar 
beiterstelle zufolge Verfügung des Herrn Universitäts-Curators vom 30. December 1880 anstatt des 
Dr. NEIDE mit dem 1. Januar 1881 Dr. phil. AUGUSl WEIZEL (aus Wüster) eintrat. 
Steffenhagen.
	        

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