Full text: (Band XXIV.)

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In der philosophischen Fakultät wurden rite promovirt: i) Richard HÖFFLER aus 
Wittstock, 2) Leonhard Weber aus Rostock, 3) Hubert Schwartz aus Eutin, 4) Oscar 
Schmeckebier aus Berlin, 5) Wilhelm Stille aus Schleswig, 6) Karl Kessler aus Kirchhain, 
7) Wilhelm Petersen aus Kappeln, 8) Ludwig Vogeler aus Bremen, 9) Johann Karstens 
aus Colmar. (Diss. VII. phil. 1 bis 9). 
II. Von der Universität im Allgemeinen und von den 
Universitätsinstituten. 
I) Zur Geschichte der Universität. 
(Bericht über das verflossene Rectoratsjahr; Rede gehalten beim Rectoratswechsel 5. März 1878). 
Hochgeehrte Versammlung. 
Vor Kurzem erst, so will es mir scheinen, brachte von dieser Stelle aus mein Vorgänger 
im Amte für das jetzt verflossene Rectoratsjahr seine Glückwünsche dar. Dennoch - die Arbeiten 
und Leistungen dieser Periode wollen mir jetzt, wo ich auf dieselben einen Rückblick zu werfen 
habe, nicht ausreichend erscheinen, um diese kurze Spanne Zeit genügend auszufüllen. 
Ein kleiner Nachhall der Feier des Einweihungsjahres ward durch die Anwesenheit Ihrer 
kaiserl. und königl. Hoheiten, des kronprinzlichen Paares und durch deren Besuch der Universität 
hervorgerufen. Die Studentenschaft betheiligte sich an der Feier durch Fackelzug und Commers. 
Das unter den ersten Familien unseres Landes die Liebe zu wissenschaftlichen Studien eine Stätte 
hat, wird rühmlich dokumentirt durch den soeben am schwarzen Brett erfolgten Anschlag der 
Ehrenpromotion Sr. Durchlaucht des Grafen Friedrich von Noer. 
Aus dem Lehrkörper der Universität sind die Herren Consistorialrath Prof. Bernhard 
WEISS und Prof. Hugo Burkhard so wie der Privatdocent Dr. Albrecht ausgeschieden. 
Dagegen gewannen wir die Herren Professoren Herrmann Schott aus Heidelberg und Theo 
dor Zahn aus Göttingen. Herr Prof. Leo Pochhammer trat als Ordinarius für einen zweiten 
Lehrstuhl der Mathematik in das Consistorium, welches somit 39 Mitglieder zählt. Es habilitirte 
sich Herr Dr. HEINCKE als Privatdocent in der philosophischen Fakultät. Eine weitere Vermehrung 
des Lehrkörpers durch die Ernennung eines akademischen Musikdirektors ist von dem Plerren 
Minister in sichere Aussicht gestellt. 
Am Schlüsse dieses Semesters werden leider drei neue Vacanzen eintreten, denn ehren- 
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vollsten Berufungen folgend, verlassen uns die Herren Prof, Eiciiler für Berlin, Prof. Peleiderer 
für Tübingen und Prof. ZAHN für Erlangen. Das Fortgehen der Herren Collegen war nicht abzu 
wenden, unsere Glükswünsche zu der neuen Stellung werden sie begleiten. 
Am 6. Januar verschied der geheime Regierungsrath SPRINGER, Sein Tod war nicht 
nur für das Land, sondern insbesondere auch für die Universität ein schwerer Verlust, denn er 
hatte seit einer Reihe von Jahren mit Liebe und bewährter Geschäfstkunde das Büreau des Uni- 
versitätscuratoriums geleitet. Auch unter der studirenden Jugend suchte der Tod seine Opfer, 
Am.MANN aus Kiel, Bumann aus St. Michaelis Donn und Langbeiin aus Klcnzan sind im
	        
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