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die Cornea und Conjunctiva sclerae gegen Berührung unempfindlich, und nach sehr grossen Dosen
auch die ganze äussere Haut, selbst gegen Kitzel (Puche, Laborde), Stechen, Brennen etc. Von
alledem sah Binz nichts. , ,,
Dass Erschlaffung der Sexualsphäre und eine Herabsetzung der Erregbarkeit derselben
eintritt, darauf hat schon HUETTE aufmerksam gemacht. Dagegen haben DrysDALE >) un
LUITHLEN *) diesen Effect nicht bestätigen können. In sehr seltenen Fällen sah auch VOISIN )
geschlechtliche Erregung und nächtliche Pollutionen eintreten. - Bei Frauen soll die Menstruation
bisweilen verringert sein (Mahtin-DamoüRETTE und PELVET % Voisin, Bill »), SANDER % Ga-
TUMEAU ’), u. A.). . i
Nach sehr grossen Dosen des Salzes pflegen ausserdem Sprachstörungen, Abnahme des
Gedächtnisses, Herabsetzung der geistigen Klarheit, Betäubung und ein ataxieähnlicher Zustand
einzutreten und meistens auch unwiderstehliche Neigung zum Schlaf und wirklicher Schlaf. Eine
Ermüdung und Abspannung tritt fast immer nach kleinen Dosen, namentlich bei nervöser Ueber-
reiztheit durch angestrengtes Arbeiten ein, sodass dem aufgeregten Zustande bald eine angenehme
Ruhe folgt. Dagegen behaupten Erlenmever«), Bill, Frcnmueller-'•’)■ und AMBÜRGER «*) me,
oder fast nie, eine hypnotische Wirkung mit diesem Medicament erzielt zu haben.
Ferner tritt eine Erniedrigung der Temperatur, Verlangsamung der Herzaction und nach
PLETZER, CLOUSTON und Schouten 12 ) auch eine Abnahme der Energie derselben ein, sodass
der Blutdruck sinkt und der Puls leicht zu comprimiren ist; und zwar ist das Maximum dieser
Erscheinungen ungefähr 2-6 Stunden nach der Einverleibung des Bromkahum erreicht. Reynolds )
und FRCNMUELLER wollen jedoch diesen Effect nicht erreicht haben, während SCHOUTEN durch
kleine Gaben eine Pulsbeschleunigung bewirkte. .
Neben der öfters beobachteten Herabsetzung der Speichelsecretion soll auch Trockenheit
des Schlundes gesehen sein, wobei MAHTIN-DAMOÜRETTE und PELVET die Pharynxschleimhaut
blass fanden, nachdem gleich nach dem Einnehmen Röthung derselben eingetreten war während
VOISIN häufig bleibende Hyperaemie derselben mit oedematöser Schwellung der Uvula und der
Wangenschleimhaut, mitunter auch der Rachenschleimhaut bemerkte. Auch fand er häufig durch
Schwellung der Glottis bedingte Heiserkeit, Stimmlosigkeit und trocknen Husten. In seltenen
Fällen hat Laborde auch Bronchialkatarrh folgen sehen mit Schnupfen und Thränentraufeln.
In der Nierencxegend tritt öfters Schmerz auf. Die Harnsecretion ist in vielen hallen ver-
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