beschränkt ist: Ein Mann stürzt trunken von einer Treppe, schlägt mit der linken
Schläfe auf; todt nach 4 Stunden. Kopfschwarte über dem linken Ohr 7 Cm. quer
zerrissen, Periost erhalten. Sternförmige Fissur der linken Schläfe und beider mittleren
Gruben, in der linken 2 lose Stücke; dura in beiden mittleren Gruben durch Blut
extravasat abgehoben, links quer zerrissen, linker Hinterlappen unten vorne peripherisch
zerrissen entsprechend dem Riss der dura und den Stückbrüchen. — In 7 Fällen fand
sich blos diametral gegenüber der Stelle der Verletzung Contusion. In 2 Fällen sind
die Angaben nicht ganz genau; 1 mal sind capilläre Blutergüsse in der Rindensubstanz
der Convexität und Basis angeführt, 1 mal entsprechend den Fissuren zahlreiche punkt
förmige Blutergüsse unter der pia und in der Rindensubstanz; ausserdem in der
rechten mittleren Schädelgrube dura mater zerrissen, tegrnen tympani klafft, enthält
Gehirnmasse. Am Schädelgewölbe fand sich hinter dem rechten Scheitelbeinhöcker
eine unregelmässige, zollgrosse Impression, von wo aus Fissuren nach vorn und hinten
und quer durch die Basis gingen. —
Sehen wir jetzt, wie sich die Quetschheerde auf die Convexität und die Basis
vertheilen, so finden sich die directed Quetschungen alle im Bereich des Gewölbes ;
von den 12 indirecten (diametral entgegengesetzten) sind 2 im Bereich des Gewölbes;
beide betreffen die Flinterlappen, diametral gegenüber dem verletzten Stirnbein; heftige
Gewalteinwirkung; beides sind complicirte Fracturen. Im 1. Fall ist zugleich directe
Quetschung vorhanden. Die 10 nachbleibenden kommen auf die Basis, und zwar
Mittellappen 7 mal,
Vorderlappen 5 mal,
beide gleichzeitig 5 mal.
Der Sitz der Quetschheerde kann in forensischer Beziehung von Bedeutung
sein, wie nachstehender Fall zeigt. 28 jähriger Mann erhielt einen Schlag mit einem
Zaunpfahl auf den Kopf; starb nach 44 Stunden; die Section ergab eine die Haut
nicht perforirende Quetschwunde auf dem linken Scheitelbein, subaponeurotischer
Bluterguss, Knochenbruch von der linken zur rechten Schläfengrube auf der Höhe des
Kopfes c. 3 Zoll weit als Diastase der Kranznaht, an den Endpunkten in mehrfache
Fissuren ausstrahlend in die mittleren Gruben jederseits, links eine Strecke weit im
sulcus der A. mening. med. Die sonst unversehrte dura mater von der sutura
coronaria an nach vorne bis zur Mitte der Orbitalplatten des Stirnbeins vom Schädel
durch schwarzes in der Mitte c. 3 /t Zoll dickes Blutgerinnsel abgehoben, welches sich
auf beiden Seiten ziemlich gleichmässig verhielt. Arachnoidalsack normal; auf der
Flöhe der Hemisphäre entsprechend dem Verlauf des Knochenbruchs' beiderseits ein
dünner, schwarzer Bluterguss im Subarachnoidalraum, links grösser. Gehirn unterhalb
dieses Blutergusses links an 3 haselnuss- bis taubeneigrossen Stellen in eine aus

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