Leider wurden Körpergewichts-Bestimmungen, die wenigstens ungefähr einen
Massstab für den Grad der Oedeme hätten abgeben können, nicht vorgenommen und
konnte daher eine entschiedene Abnahme der Wassersucht erst etwa am 15. April
konstatirt werden. Dass erst an diesem Tage die Abnahme für das Auge sichtbar
wurde, erklären die niederen Procentsätze der früheren Tage vollkommen. Uebrigens
ist noch zu bemerken, dass das Schwinden des Hydrops ganz unabhängig von meinen
Beobachtungen durch den ersten Assistenten der hiesigen Klinik konstatirt und in der
Krankengeschichte notirt wurde.
Der günstige Einfluss der Bäder auf die Ausscheidung tritt in der angeführten
Tabelle deutlich hervor; die Menge des Harns steigt langsam, aber entschieden.
Beachtungswerth ist noch die stark ausgesprochene Abnahme der willkürlichen Ein
nahmen neben der Steigerung der Ausscheidung.
Fall II Thomas P. i 7 Jahre alt, Schlachter aus Nordstrand. P. hat längere
Zeit an Intermittens gelitten und klagte bei seiner Aufnahme (20. XI. 74-) uber
Schmerzen in der Nierengegend, welche besonders bei grösseren körperlichen An
strengungen auftraten. Oedeme waren nicht vorhanden; der stark verminderte Hain
zeigte 0,166 Albumen, 2,4% Harnstoff. P. wurde mit Kal. jod. behandelt, verliess
aber bald das Hospital, ohne dass Besserung eingetreten wäre. Er kehrte indessen
bald zurück und unter der Anwendung von Bädern stieg die bis dahin auf 830 735 680
Ccm. von 1027—1032—1031 specif. Gewichts sich belaufende Menge des Harns aui
! 355 2330—133° Ccm. von 1016—1012 —1015 spec. Gewichts. Einige Zeit
nachher wurde nachstehenee Tabelle aufgenommen.
24stdg. 2 4stdg.
März 2 4
2 5
26
27
28
Flüssigkeit. Harnmenge. Sp
1580 690
1735 530
i965 1032
2135 820
1835 1076 1023
1825 13 60 1016
2045 630 1030
29
59 In 10 Tagen ausgeschieden
75 - 44,9 % durchschnittlich.

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