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haften Ausscheidung war dem auch, dass das Anasarca der Beine und Bauchdecken
bei diesem Patienten enorm zunahm; der bis dahin geringe Ascites stieg, das Scrotum
wurde prall gespannt, die Augenlider durch die Schwellung geschlossen; Patient
begann über steigende Dyspnoe zu klagen und ging, endlich bis zum Unförmlichen
geschwollen mit kaum fühlbaren Puls seinem Ende entgegen. — Aehnlich stellte sich
das Verhältnis in dem zweiten genannten Fall; in den angeführten vier Tagen belief
sich die Menge des aufgenommenen Getränks auf 6000 der Harn auf 173° Fern.,
wir erhalten also eine Ausscheidung von c. 29%. Auch hier wuchs der Hydrops,
welcher bis dahin langsam abgenommen hatte, schnell zu bedeutender Höhe. Schon
aus den vorstehenden Angaben scheint hervorzugehen, dass wir in der angegebenen
Beobachtungsmethode ein geeignetes Mittel haben, den Grad der Nierenstörung zu
beurtheilen. In den beiden genannten Fällen war auch eine hochgradige Behinde-
runo- der Ausscheidung schon aus den einfachen Werthangaben derselben ersichtlich;
o # #
unter gewissen Umständen aber können wir, wenn wir einen Vergleich zwischen Ein-
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nähme und Ausgabe versäumen, in ganz beträchtliche Täuschungen über die Funktions
fähigkeit der Nieren verfallen. Wenn z. B. ein Patient an sieben auf einander folgenden
Tagen die Harnmengen ausscheidet von:
1050 Ccm. von 1022 spec. Gew.
1 200
1350
1500
1500
1400
1250
11
11
1020
1020
1020
1020
102 i
1020
so wird uns das als ein ganz gutes .Ausscheidungsmass erscheinen; sind aber in
derselben Zeit Mengen von 4000 — 39°° — 4 000 39°° 4400 43°°
4400 Ccm. Flüssigkeit aufgenommen, so sinkt der Procentsatz (29300 : 9250) aut
c. 31%, d. h. wir erkennen eine sehr hochgradige Störung der Nierensekretion.
In einem andern Falle wurden in sieben auf einander folgenden I agen ausgeschieden:
1250 Ccm. von 1016 spec. Gew.
1000 ,, ,, 1020 ,, ,,
1075 M
II OO ,,
1175 »1
IIOO ,,
1200
IOl8
1017
1017
IOI7
IOl6
Auch hier scheinen die absoluten Mengen nicht bedeutend unter den Durchschnitt

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