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N. N. Spondylitis.
Juli 19 725
20 250
21 590
22 625
23 1200
2 4 415
25 1100
26 485
Summe in
Durchschnitt in 24 Stunden
925
625
550
460
350
250
230
160
8 Tagen
1015
1020
1021
1024
1019
1028
1022
1022
5390 Flüssigk
674 »
128
250
93
73
29
60
20
74
Durch die Nieren ausge
schieden :
70 % durchschnittl.
3750 Harn
496 »
7° °/o.
Ziehen wir aus den vorstehenden fünf Reihen einen Durchschnittswerth, so er
halten wir 76 °/o, welche von den aufgenommenen Flüssigkeiten wieder im Harn
erscheinen. Diesen Werth werden wir, wie ich glaube, mit Recht, fernerhin als den
normalen ansehen.
Aehnliche Versuche sind mir aus der Arbeit von Beneke bekannt, welcher
einige Versuche Böcker’s an sich selbst zitirt und deren Resultate sich in einer Reihe
auf 89, in einer zweiten auf 86 °/o Ausscheidung von den aufgenommenen Flüssig
keiten belaufen; beide Untersuchungsreihen erstrecken sich auf je sieben läge. Zwar
befand sich Böcker während der Beobachtungen nicht in ganz normalem Gesundheits
zustand, so dass seine Resultate wohl nicht ganz richtige sind, doch zeigt sich eine
ziemlich genaue Uebereinstimmung mit den Unsrigen, namentlich mit dem zweiten
Fall, dessen durchschnittliche Ausgabe sich auf 88 % der Einnahme beläuft. -
Nach diesen Ergebnissen schien es angezeigt, die genannte Untersuchungs
weise auch auf Kranke und vor Allem auf Nierenkranke auszudehnen. Namentlich
liess sich auch erwarten, auf diesem Wege einen Einblick in die Wirkungsweise unserer
Therapie zu gewinnen. Da nun das hiesige Hospital fast stets eine beträchtliche
Anzahl von Kranken mit Nephritis parenchymatosa chronica aufzuweisen hat, so wurden
die Versuche vorwiegend an solchen Patienten angestellt.
Unter den Symptomen dieser Krankheit, welche früher als zweites Stadium
der BuiGiiTschen Nierenerkrankung beschrieben wurde, interessirt uns hier besonders
die bekannte Erscheinung, dass die secernirten Urinmengen auf sehr kleine Quantitäten
herabsinken, meist unter gleichzeitigem Steigen des spezifischen Gewichts. Die Ge
fahren dieser Krankheit liegen gewiss besonders in dem oft kolossalen Eiweissverlust,
weiterhin auch in der drohenden Urämie, obwohl diese Erscheinung seltener ist; aber
*) Archiv f. gern. Arb. B. I. p 580.

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