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peratur etc. im Ganzen wenig verändert und als nahezu konstanter Faktor angesehen
werden konnte.
Ueber die Berechnung der übrigen Einflüsse ist noch Folgendes zu bemerken:
da die Ausscheidung genossener Wassermengen sich stets über mehrere Stunden
erstreckt, so ist es nothwendig, den Vergleich zwischen Einnahme und Ausgabe auf
24 Stunden auszudehnen. Unterlassen werden musste dagegen die Bestimmung des
in den Speisen eingeführten Wassers ; es ist klar, dass für eine längere Beobachtungs
zeit und an mehreren Kranken eine solche Bestimmung ziemlich schwierig ist. Ebenso
wurde che Ausgabe von Wasser durch die Darmentleerungen vernachlässigt. Um
aber ungefähr eine Vorstellung von dem Wasserreichthum des Körpers zu haben,
schien es am Zweckmässigsten, die Versuche auf eine ganze Reihe von aufeinander
folgenden Tagen auszudehnen.
Es wurden also bei den vorliegenden Versuchen in einer längeren Reihe von
Tagen einerseits alle aufgenommenen Getränke gemessen, andrerseits die in je
24 Stunden entleerte Harnmenge bestimmt, ihr spezifisches Gewicht ermittelt und
dann die Procente berechnet, welche von der aufgenommenen Flüssigkeit im Harn
wieder erschienen waren. Aus den Summen in längerer Zeit wurde dann ein Schluss
auf die Funktion der Nieren gemacht.
Es liegt nun auf der Hand, dass Versuche, in dieser Weise angestellt, weit
entfernt sind, auf Beweiskräftigkeit Anspruch machen zu können; wenn ich trotzdem
versuchte, ein Resultat auf diesem Wege zu erreichen, so will ich nur bemerken,
dass nach meiner Ansicht aus den nachstehenden Tabellen ein klareres und richtigeres
Bdcl von dem Grade der Störung hervorgeht, als aus den einfachen Angaben der
ausgeschiedenen Harnmengen und dass die Konstanz des Befundes mir zur Recht
fertigung dienen kann.
Zunächst lasse ich die Resultate einer Reihe von Untersuchungen folgen, wie
sie zu dem vorliegenden Zweck an Gesunden angestellt wurden; denn es ist klar,
dass nur aus einem annähernd konstanten Befunde bei Gesunden ein Schluss auf
pathologische Abweichungen zu machen war. Ein solcher aber scheint sich in der
That zu ergeben.
N. N. Gonorrhoe.
März 24stdg. Flüssigk. 24stdg. Harn. Spec. Gew. °/o.
3075
2850
2700
2300
2680
1650
1410
2570
xoii 87 ]
1010 58 }
101 7 52 [
i o I i 11 2 J
Durch die Nieren ausgre-
• o
schieden:
76 % durchschnittl.

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