Lieber das entzündliche Hautpapillom.
Es war im Jahre 1S66 als W. Roser in Wagners Archiv der Heilkunde einen
Fall von Hauterkrankung veröffentlichte, deren aussergewöhnliches Aussehen ihn ver-
anlasste, dieselbe als eine specifische Hautkrankheit hinzustellen und ihr den Namen:
»Das entzündliche Hautpapillom« beizulegen.
Seither ist nur noch ein Fall mehr veröffentlicht aus der Klinik des Professor
Heine in Prag von Dr. Weil in der »Vierteljahrsschrift für Dermatologie und Syphilis«,
und es dürfte bei der Neuheit dieser Krankheit vielleicht keine ganz nutzlose Arbeit
sein, diesen, beiden Fällen noch einen dritten, ganz exquisiten Fall von entzündlichem
Hautpapillom * an die Seite zu stellen, der mir durch die Güte des Herrn Prof. Dr.
Esmarch zur Veröffentlichung überlassen worden ist.
Die Krankheit selbst zeigt sich in folgenden drei Hauptmerkmalen: i) durch
eine entzündliche Wucherung der Hautpapillen, 2) durch die Formation
Htte rpapillärer Abscesse und 3) durch die Verwachsung der kolbig ge
schwollenen Papillenenden.
Sie beginnt mit einer circumscripten Hautentzündung, welche schnell eine
Wucherung und Vergrösserung der Hautpapillen herbeiführt. Diese vergrösserten
Papillen verschmelzen an ihrer Spitze, so dass man dann eine Sonde hinter der
Verwachsung durchschieben kann. An der Basis der Papillen und unter den Papillen
brücken findet man kleine Fiteransammlungen, interpapilläre Abscesschen, die man
ausdrücken kann.
Roser erzählt, dass ihm solche Patienten von ärztlichen Collegen zugeschickt
seien, welche diese Erkrankung für Carcinom gehalten hätten und da man dieselbe
auch mit anderen Krankheiten, welche in der Haut auftreten, verwechseln könnte, so
wäre es wohl empfehlenswerth, in Kürze die Unterscheidungsmerkmale zwischen dem
entzündlichen Hautpapillom und denjenigen Krankheiten, die ihm makroskopisch ähneln,
hier zu besprechen.

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