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Von den 62 Fällen der 1. Gruppe wurden demnach 35 geheilt, 24 gebessert,
während 3 einen lethalen Ausgang nahmen. Die Behandlungsdauer im Spital betrug
durchschnittlich 2 Monate und 7 Tage. — Von den 19 Patienten aer 2. Gruppe
wurden 7 geheilt, 8 gebessert, 2 nicht gebessert und 2 starben. Die Behandlungs
dauer auf hiesiger Klinik betrug durchschnittlich 4 Monate und 2 Tage. In der
3. Gruppe gestalteten sich die Resultate der Art, dass unter 25 Fällen bei 19 eine
Stellungsverbesserung der leidenden Extremität erzielt wurde, während bei 6 Patienten
keine Besserung eintrat oder das Endresultat der Behandlung zweifelhaft blieb. Die
Behandlungsdauer hierselbst betrug durchschnittlich 4 Monate und 2 Wochen.
Wir finden hier also die im Eingang dieser Arbeit in Betreff des Nutzens der
Distraction gemachte Behauptung vollkommen bestätigt. Die mitgetheilten Zahlen
(besonders in der 1. Gruppe) reden so sehr zu Gunsten der Extensionsmethode,
dass die leidende Menschheit sich mit Recht zu dieser neuen Erfindung gratuliren
darf, und dass letztere es wohl verdient, noch mehr als bisher empfohlen und ge-
handhabt zu werden. — Was die Ausdehnung ihrer Anwendung betrifft, so entfaltet
diese Methode ihre Heilsthätigkeit unzweifelhaft am schönsten auf dem Gebiete der
frischen Erkrankungen, wie schon Volkmann und nach ihm W. Padsen hervorhob
und wie auch aus obigen Auszügen aus Krankengeschichten unzweideutig hervorgeht.
Ferner leisteten sie auf hiesiger Klinik in der Nachbehandlung der mit dem Brisement
force behandelten Coxiten vortreffliche Dienste. Bei chronischem, torpidem Verlauf
der Coxitis endlich scheint der Einfluss derselben weniger in die Augen fallend.
Zum Schlüsse erfülle ich noch die mir angenehme Pflicht, meinem hochver
ehrten Lehrer, Flerrn Geheimrath, Prof. Dr. Esmarch für die freundliche Gewährung
des Materials meinen verbindlichsten Dank auszusprechen.

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