düngen, die aber gewöhnlich durch Tuberkulose oder durch Skrophulose angeregt sind« Vor
kommen.
HAMBURGER j ) hat an verschiedenen Stellen und besonders in einer Monographie der Oe.
sophaguskrankheiten Beiträge zur Kenntniss der Mediastinal - Organe geliefert — von Tractions-
Divertikeln und anderen Folgen von Schrumpfungsvorgängen im Mediastinum findet sich nirgends
etwas.
Auch ÜAUDe 1 2 ) berührt in einer längeren Arbeit über die Krankheiten des Mediastinums
die chronisch-entzündlichen Processe in demselben mit ihren Folgen nicht.
Von Rokitansky 3 ) ist die Perforation eines »konischen Divertikels des Oesophagus« gegen
die Pleura hin und Verjauchung der letzteren durch ein in dem Divertikel stecken gebliebenes
scharfkantiges Knochenstückchen erwähnt. An einer anderen Stelle 4 ) ist die Entstehungsweise
der konischen Divertikel kurz besprochen: »Ihre Entstehung gründet sich auf die Verwachsung
der intumeszirten in der Bifurkation der Trachea und am Bronchialstamme lagernden Drüsen
(Trachealdrüse, Bronchialdrüsen) mit dem Oesophagus. Bei Involution des Tumors zieht die Drüse
die Oesophaguswand zu einem Trichter heraus, von welchem sich von der Spitze her allmälich die
Muscularis zurückzieht, so, dass er endlich zu einem Schleimhautdivertikel wird, dessen ursprüng
lich weite Mündung sich verengt, indem sie durch einen Fleischwulst begrenzt wird.« »In derlei
Divertikeln können zumal verwundende Ingesta, z. B. Knochenbruchstücke, eine Entzündung ver
anlassen und unterhalten, die endlich zu Ulceration, zu Nekrose des Divertikels und sofort zu
Nekrose der Bronchialdrüse, des Bronchus, der Lunge u. s. w., zu Mediastinitis und Pleuritis mit
dem Ausgange in weitläuftige Verjauchung führt.«
Eine Zusammenstellung von 23 Fällen von Perforation des Oesophagus in die Luftwege
aus den verschiedensten Ursachen ist von VlGLA 5 6 ) veröffentlicht — Oesophagusdivertikel sind als
Ursache jedoch nicht angegeben.
Erst als ich vorliegende kleine Arbeit zum grössten Theil vollendet hatte, fand ich eine
Abhandlung von GREINER G ) über die Krankheiten der Bronchialdrüsen, welche den Einfluss der
schrumpfenden Lymphdrüsen des Mediastinums und des umgebenden Zellgewebslagers auf die an-
und umliegenden Organe kurz mit behandelt. Die Dissertation scheint aber zu wenig beachtet
worden zu sein, sonst würden die Handbücher der pathologischen Anatomie der in derselben an
geführten Veränderungen etwas mehr Erwähnung gethan haben, als dies geschehen ist.
In dieser Abhandlung allein ist, soviel mir bekannt geworden, die Rede von dem Einfluss
schrumpfender Bronchialdrüsen auf Nerven, und zwar auf die beiden Nervi vagi und ihre Ver
zweigungen, die in dem sonst lockeren Zellgewebsbett und zwischen den Bronchialdrüsen verlaufen.
Ueber Compression der nervi vagi durch Tumoren, namentlich Aorten - Aneurysmen und
ihre klinischen Erscheinungen, wie asthmatische Anfälle u. s. w., sind von manchen Seiten Bei
spiele angeführt; der Einfluss des Schrumpfungsprocesses der Bronchialdrüsen ist fast ganz ausser
Acht gelassen.
Das ist, soweit sie mir bekannt geworden ist, die Literatur über diese Vorgänge im
Mediastinum.
1) Hamburger, »Klinik der Oesophaguskrankheiten.« 1871.
2) ÜAUDe,.Essai pratique sur les affections du mediastin. Montpellier medical. 1871. Juin. Juillet. Canstattsche
Jahresberichte pro 1871. II. S. 107.
3) Rokitansky, Lehrb. d. pathol. Anatomie. Bd. III. 1861. S. 38.
4) ibidem, S. 127.
5) VlGLA, »I erforation de 1 oesophage.« Arch. gen. de med. 4. Serie. Tome XII. 1846. S. 129—160 11.314—353.
6) Greiner, »Die Krankheiten der Bronchial-Drüsen.« Innaug. Abhandlung. Erlangen 1851. S. 14—17.

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