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Fassen wir nun diesen Nachweis über die allmähliche Verschiebung der Unter-
armknochen bei den Amphipneumonen im Gegensatz zui Maki ins -Oegenbaur sehen
Torsionstheorie des Oberarmes ins Auge, so ergiebt sich folgender fundamentale
Unterschied. Indem Martins und Gegenbaur annahmen, dass die Torsionsspirale der
Linea aspera humeri durch Torsion des Humerus bei festliegendem, sei es Caput
anatomicum, sei es Caput chirurgicum entstanden sei, mussten sie zur Ansicht kommen,
dass das distale Gelenkende und passiv mit ihm das übrige distale Skelet der vor
deren freien Gliedmasse sich radio-post-axial um die Längsaxe des 1 lumerus gedreht
habe. Wir hingegen Hessen dem Humerus seine ursprüngliche Lage, oder gaben
ihm vielmehr nur Winkelschwankungen zwischen der proximalen und distalen Axe
seiner Gelenkenden zu, sahen dagegen, dass der Radius und die Ulna ihrerseits eine
gegenseitige Verschiebung erlitten. Diese Verschiebung ging in dem Sinne vor sich,
dass der Radius praeaxial, die Ulna postaxial rückte, und wir erkennen somit, dass,
während die Torsionstheorie des Humerus eine radio - postaxiale Torsionsthebrie ist,
die Verschiebung der Unterarmknochen, wie wir sie durch die Reihe der Amphipneu
monen verfolgt haben, im Gegensatz zur radio-post-axialen Torsionstheorie eine radio-
praeaxiale Verschiebung derselben betrifft. Wir können uns diesen fundamentalen
Unterschied beider Ansichten kurz durch ein kleines Schema vergegenwärtigen,
welches das gegenseitige Verhalten der proximalen Gelenkenden der Unterarm-

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