während selbstverständlich das Capitulum fibulae seinen ursprünglichen Stand beibe
halten. Mit demselben Rechte könnten wir die Fibula von innen nach aussen retor-
quiren, kurz mit demselben Rechte in Bezug auf die Torsion alles das mit der Fibula
vornehmen, was wir in Bezug auf die Torsion mit dem Humerus vorgenommen haben.
Wenn wir nun noch Winkelschwankungen zwischen den Axenebenen finden, welche
wir durch die proximale und distale Articulationsfläche der Fibula legen, so ist die
Identität vollständig. Und wir finden solche Schwankungen. Die folgende Figur
zeigt das in der Lucae - Welcher sehen Weise *) gezeichnete proximale und distale
Gelenkende einer erwachsenen, weiblichen, indogermanischen Fibula. Der stärkere
Umriss zeigt das proximale Gelenkende, der schwächere Umriss das distale Gelenk
ende. Die Axe A B die Axe des proximalen Gelenkes, a b die Axe des distalen
Gelenkes. Beide Axen fallen mit der entsprechenden proximalen und distalen Ge-
lenksaxe der Unterschenkelknochen zusammen.
Der Winkel, welchen beide Axen zwischen sich schliessen, beträgt in diesem
Falle 31 °.
B
31 0
Ich habe noch einige andere Messungen ausführen können, deren Resultat ich
hier wiedergebe.
1.. 25 0 linke Fibula eines Mannes.
2.- 28 0 rechte Fibula desselben Mannes.
„ 2 0 linke Fibula eines Foetus aus der der 30sten Woche.
4 - cj « rechte Fibula desselben Foetus.
') Die Art und Weise, wie ich die Lucae-WKLCKER’sche Methode für die Messung des Axenwinkels verwerthete,
ist folgende. Die Fibula wurde in einem Glaskasten senkrecht mit dem proximalen Gelcnkcnde nach oben aufgestellt, und
zunächst dieses proximale Gelenkende mit der auf dasselbe aufgetragenen Axe des Tibio-femoralgelenkes gezeichnet. Zugleich
wurden jedoch auch .lern distalen Gelcnkcnde zwei Stecknadeln eingefügt, und diese sammt dem bei der Aufstellung von oben
sichtbaren Theile der distalen Epiphyse in die Zeichnung aufgenommen. Hierauf wurde die Fibula mit dem distalen Ende
nach oben aufgestcllt, dies untere Gelenkci.de sammt den Nadeln gezeichnet und alsdann die letztere Zeichnung in die erstere
übertragen. Die Nadeln selbst waren in der Art in die distale Epiphyse eingefügt, dass eine durch sic gelegte Linie mit der Axe
des distalen Unterschenkelgelenkes zusammenfiel.
1

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