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') Vergl. Gegenbauk. Untersuchungen etc. I.
nicht wiedergegeben werden. Dieser heillosen Unordnung ist aber mit einem Schlage
im Jahre 1864 durch die Zurückführung des Carpus und Tarsus auf das primitive aus
zehn Knochen bestehende Carpal- und Tarsalskelet ein Ende gemacht. T ) Das Os
accessorium oder Pisiforme ist als »os hors de rang« aus dem Carpus hinausge
worfen, der Beweis geführt, dass kein Homologon desselben an der hinteren Extre
mität vorhanden ist, und bewiesen, dass das Pisiforme überhaupt weder zum Carpus
gehöre, noch ein anatomisches Sesambein sei, sondern das Rudiment eines sechsten
Fingers ist. Es ist das Pisiforme das direct nachweisbare auf uns gekommene Erb-
theil einer verschollenen Wirbelthierklasse, der polydactylen Enaliosaurier der Secun-
därzeit, die der Entwicklung nach zwischen den Dipneusten und Amphibien ihren
Rang einnehmen und sich wahrscheinlich durch die Dipneustenstufe auf die Selachier
zurückführen lassen.
Diese drei Fortschritte sind es, welche in der gegebenen Tabelle ausge
sprochen sind. Es fällt jedoch bei näherer Prüfung der Tafel sofort in die Augen,
dass ein Knochen in derselben übergangen ist, der einer der wichtigsten Skelettheile
der hinteren Wirbelthierextremität zu sein scheint. P2s ist die Patella. Die Patella
wird weder genannt, noch ein Homologon an der vorderen Extremität ihr gesetzt.
Der Grund hierfür ist folgender. Es sind über das Wesen der Patella und besonders
über das ihr gleichzusetzende Skeletstück an der vorderen Extremität so viele Strei
tigkeiten geführt, so viele sich widersprechende Ansichten aufgestellt, dass es bis zu
diesem Augenblicke nicht gelungen ist, eine vollkommene Klärung dieser Verhältnisse
zu erreichen. Um nun diesem Ziele näher zu rücken, wird es für’s Erste unum
gänglich nöthig sein, die Theorien, welche bisher über die Patella und deren Homo
logon an der vorderen Extremität aufgestellt sind, aufzuführen und einer eingehenden
Kritik zu unterwerfen, mit einem Worte festzustellen, was von dem bisher Behaup
teten beizubehalten, was zu verwerfen ist. Zu diesem Zwecke gehen wir in der
Literatur rückwärts und finden folgende Ansichten über die Patella und deren Homo-
loo-on in der Geschichte verzeichnet, welche einzelne Ansichten ich als Theorien mit
dem Namen ihrer Urheber versehen aufführen will. Es sind neun Theorien.
Diese sind:
1. Die WiNSLOw’sche Theorie.
Die Patella ist ein Theil der Tibia. Die Tibia entspricht der Ulna, die Fibula
dem Radius, die Patella dem Olecranon.
2. Die Theorie von VicQ-d’AzYR.
Die Patella ist ein Theil der Tibia. Die Tibia entspricht der Ulna der ent-

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