mit der fascia transversa verwachsen zu sein scheint. Die Geschwulst ist mit der sie
bedeckenden Haut verwachsen, fühlt sich hart und derb an, und ist gegen Druck
durchaus unempfindlich. Die Länge derselben beträgt 14 Ctm.
Am 16. Juli d. J. wurde die Exstirpation des Tumors vorgenommen. Es wurde
durch die linea alba ein 10 Ctm. langer Schnitt auf die Geschwulst gemacht, dieselbe
rings herum freigelegt, wobei sich zeigt, dass der in die Bauchhöhle hinabragende
Theil derselben vollkommen mit dem Peritoneum verwachsen ist. Da der Versuch,
dasselbe vorsichtig von der Geschwulst abzupräpariren, misslingt, wird der verwachsene
Theil mit derselben herausgeschnitten, wobei die Peritonetalhöhle in einer Ausdehnung
von 7—8 Ctm. eröffnet wird. Die Blutung war sehr unbedeutend, weshalb auch
kein Blut aus der Bauchhöhle entfernt zu werden brauchte. Die ganze Wunde wurde
aufs Sorgfältigste durch Suturen vereinigt und ein durch elastische Binden gehaltener
Druckverband auf dieselbe gelegt.
Durch die mikroskopische Untersuchung erweist sich die Geschwulst als ein
aus Bindegewebsfasern mit eingestreuten Bindegewebskörperchen und Zellen bestehendes
Eibroid, welches augenscheinlich als Ausgangspunkt die linea alba hatte.
Am 4. Tage nach der Operation ging Patient an septischer Peritonitis zu
Grunde, was durch die Section bestätigt ward. Es zeigte sich bei derselben die
parietale P'läche des Peritoneums an der ganzen Vorderwand dei Bauchhöhle mit
der visceralen verklebt. Ueberall gelbliche lockere rtxsudate, die die Schlingen des
Dünndarms mit einander verklebt haben, an den tieferen Stellen des Bauchraums eine
Menge missfarbiger Jauche.
Margaretha B., 34 jahr alt, wurde am 2. August 1860 in die hiesige Klinik
aufgenommen, sie war stets gesund gewesen, hatte aber am 23. Juli des vorigen
Jahres eine Geschwulst von Wallnussgrösse in der Bauchwand, rechts vom Nabel be
merkt. Dieselbe wurde rasch grösser ohne irgend wie erhebliche Beschwerden zu
verursachen.
Bei der Aufnahme bemerkte man unter der ausserordentlich schlaffen und welken
Bauchhaut, unter derselben verschiebbar, eine hühnereigrosse, leicht isolirbare Ge
schwulst, die sich derb und höckerig anfühlt. Beim Abziehen derselben fühlt man
deutlich wie Fasern des M. obliquus externus in dieselbe hineingewachsen sind. Wenn
Patient hustet, wird die Geschwulst zwischen die Muskelbündel hineingezogen.
Am 8. August wird die Exstirpation des Tumors vorgenommen. Durch einen
Hautschhitt wird derselbe freigelegt und dann mit dem Messer herausgeschält, wobei
sich jedoch zeigt, dass die Verwachsung mit dem Peritoneum eine ausserordentlich
innJo-e ist. Beim Versuch die Geschwulst vom Peritoneum abzutrennen wird dasselbe
in einer cranz geringen Ausdehnung verletzt, weshalb man davon absteht und die Basis

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.