Die vergleichende Messung ergiebt: ,
lieber den Oondylen gemessen: rechts 36 Cm. links 29 Cm.
In der Mitte der Anschwellung: » 3 6 » » 3 2 *
Die ganze Gegend zeigt sich druckempfindlich. Durch die geschwollenen
Weichtheile hindurch fühlt man den Femur ebenfalls ziemlich cylindrisch geschwollen.
Es wird Bettruhe und Eis verordnet.
14. Juli: Die Schmerzen sind geschwunden. Der Patient steht auf und nimmt
Seebäder.
21. October. Im Befinden des Kranken ist nichts geändert. Ab und zu treten
lancinirende Schmerzen auf. Die Geschwulst und che Druckempfindhchkeit dauern
fort. Es liegt die schon zu Anfang ausgesprochene Vermuthung nahe, dass sich ent
weder ein Abscess oder ein Sequester im Knochen befinde. Es wird daher die
Operation beschlossen.
Am 24. October ward dieselbe ausgeführt: Ein kräftiger Schnitt an der Innen
seite des Oberschenkels, in der Mitte des untern Drittels legt den Knochen bloss.
Die Muskeln zeio-en sich blass, serös infiltrirt, das Periost ist verdickt und in grosser

Ausdehnung" leicht abhebbar. Der Knochen ist am unteren Ende cylindrisch ange-
o
schwollen und durch kleine Osteophyten rauh. Eine Fistelöffnung ist nicht vorhanden.
Der Knochen wird aufgemeisselt und zeigt im Innern eine Höhlung, in welcher ein
2 Zoll langer Sequester in Granulationen eingebettet liegt. Die Oeffnung wird bis
zu 1V2 Zoll erweitert, Sequester und Granulationen werden entfernt und die Höhle
mit Bourdonnets ausgestopft.
2. Juli 1862: Patient wird fast geheilt, am Stocke gehend, entlassen.
2) Katharina D., Arbeiterstochter, 7 Jahre alt. Aufgenommen in die cliir.
Klinik am 15. Decbr. 1874.
Anamnese:
Patientin hat früher die Masern gehabt, sonst ist sie stets gesund gewesen.
Beide Eltern- sind vollkommen gesund. Pis soll weder Schwindsucht noch Scrophulose
in der Familie vorhanden sein. Im letzten Herbste hat das Kind eines Tages ohne
bekannte Veranlassung über Schmerzen - in den Sehnen der linken Kniekehle« geklagt.
Nach einigen Tagen erfolgte Anschwellung des linken Oberschenkels vom Knie bis
zum Hüftgelenk mit heftigen Schmerzen und grosser localer Hitze. Das Kind fieberte
und litt an Kopfweh, Delirien und Krämpfen. Nach 8 Tagen trat unter Anwendung
von Kälte allmählich Besserung ein. Die Schwellung des Oberschenkels nahm etwas
ab, dagegen zeigte sich eine vorübergehende Anschwellung des Unterschenkels, na
mentlich um die Knöchel herum. Nach längerer Bettruhe und fortgesetzter Anwen
dung von Kälte versuchte Patientin wieder zu gehen, doch verursachte ihr die Be-

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