Tinct. ferri pomat. 3 Mal tägl. Y2 Theelöffel.
23. 10. Nach Klagen über Nachtschweisse zunehmende Dyspnoe bei sonst
gutem Allgemeinbefinden, Puls anhaltend frequent, unbedeutende abendliche Tempe-
ratursteigerung; gleich links vom Sternum im zweiten Intercostalraum bemerkt man
eine leichte Einziehung bei der Inspiration-, legt man an dieser Stelle einen Finger
auf, so fühlt man in der Tiefe ein Prallwerden unter dem Finger bei der Inspiration.
Fluktuation ist weder an dieser, noch einer andern Stelle des Thorax vorhanden.
Die Venae epigastirae sup. treten deutlicher hervor. Ordination: statt der Eisen-
tinctur wird Jod. Kali verordnet.
Bis zum i. ii. allmählig sich steigernde Dyspnoe, die dem Patienten die
Nachtruhe raubt, zugleich den Appetit und Wohlbefinden. Patient geniesst nur etwas
flüssige Speise und Wein. Respiration 68. Puls 116. Temperatur normal.
2. ii. Mässig starkes Oedem der rechten Gesichtshälfte und der Brust.
Vermehrte Dyspnoe. Mittags nach dem Essen wird Patient von einem heftigen
Erstickungsanfall befallen, der ihn zur Orthopnoe zwingt. Respiration 76. Der
physikalische Befund unverändert. Der Anfall dauert eine halbe Stunde und wieder
holt sich Abends. Ordination Chloral 3,0.
7. ii. Nach wiederholten Erstickungsanfällen heute die Dyspnoe geringer.
Das Dämpfungsgebiet hat sich nach links etwas verschoben; die Venae epigastricae
fast völlig kollabirt. Der Magen beträchtlich erweitert, giebt trotz mehrstündigen
hastens bei vorgenommener Succussion ein lautes plätscherndes Geräusch. Patient
klagt über häufiges Aufstossen saurer Gase. Es wird deshalb der Magen ausge
pumpt, jedoch nur Schleim in grösserer Menge entleert.
ii. ii. Hinten links giebt die Lunge in der Gegend ihrer Wurzel einen
wenig kürzeren Perkussionsschall und bei der Auskultation vernimmt man über dem
selben bei der Exspiration ein leichtes brummendes Geräusch von tubarem Character
und ein bruit de deux temps (Compression des linken Bronchus).
17. ii. Die Dyspnoe stärker, 52 Respirationen; Puls 100. Das Allgemein
befinden wieder etwas gestört. Rechte Gesichtshälfte, Brust und rechter Arm leicht
geschwollen. (Rechte Seitenlage).
Unter abwechselnden Verschwinden und Wiedereintreten der Stauungs
erscheinungen nehmen die Kräfte des Patienten, der, um Nachtruhe zu haben, fast
jeden Abend Narcotica bedarf, zusehends ab. Aeusserste Blässe der ganzen Haut
tritt auf; die Untersuchung des Blutes ohne Befund; keine Vermehrung der wudssen
Blutkörperchen. Allmähliges Zunehmen der Leberdämpfung, die schliesslich von
der 5ten Rippe bis 3 Fingerbreit unter den Rippenbogen reicht, wo der scharfe
vordere Rand und die platte Oberfläche der Leber fühlbar ist. Mit Zunahme der
Stauung tritt zeitweise deutlicher pulsus paradoxus auf, die Venen am Halse schwel
len bei tiefen Inspirationen nicht sichtbar auf. In den unteren hintern Thorax
hälften allmählig zunehmende gedämpfte Perkussion, abgeschwächtes Athmungs-
geräusch und Verschwinden des Pectoralfremitus. (Sich entwickelnder Hydro-
thorax).
23. 12. Subjectives Befinden w'egen sehr bedeutender Dyspnoe sehr schlecht;

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