ständigt, zu welchem Zwecke der Herr Minister der geistl. etc. Angelegenheiten eine Summe von
600 Mk. zu bewilligen die Güte hatte. Desgleichen erfuhr die Frucht- und Holzsammlung durch
Ankauf aus dem NOLTE’schen Nachlass erhebliche Vermehrung.
Unter den zahlreichen Geschenken, welche dem Institut zugiengen, stehen obenan die
höchst werthvollen botanischen Objecte, welche Herr Professor K. Möbius von seiner Reise nach
Mauritius und den Seychellen zurückbrachte. Die Commission zur Untersuchung deutscher Meere
schenkte die Doublctten der auf der Ost- und Nordsee-Expedition gesammelten Pflanzen, Herr
Capitainlieutenant Becks eine Collection aus Australien und den Aucklands-Inseln. Von sonstigen
Gebern seien hier mit Dank erwähnt die Herren Prof. Seelig, Apotheker Rüdel, Stabsarzt Dr.
Naumann (von S. M. S. Gazelle), Assistenzarzt Dr. CONTZEN, Lazareth- Inspector Meyer, Privatier
Fischer, Präparator ZlETZ, sämmtlich hicrselbst, sowie Plerr Gartendirector RüPPEL in Hamburg.
Baron von Müller zu Melbourne sandte ausser einigen australischen Sämereien ein pracht
volles lebendes Exemplar des Baumfarns Todea australis, jetzt das werthvollste Stück unserer
Gewächshäuser, Anderweite Geschenke an lebenden Pflanzen gingen ein aus den botanischen
Gärten von Göttingen und Marburg.
Die Sammlung an Instrumenten etc. wurde durch einige Mikroskope, sowie sonst nach
Maassgabe der vorhandenen Mittel vermehrt. Das k. Cultusministerium sandte als Geschenk für die
Handbibliothek Just’s botanischen Jahresbericht pro 1873 u. 1S74-
An der Ordnung der Herbarien wurde fortgefahren, Nolte’s oben erwähnte Sammlung in
entsprechender Montirung als Normalherbar der Provinzialflora aufgestellt.
In unangenehmem Contrast mit dem Vorstehenden muss hiergegen des fortschreitenden
Verfalls der Gewächshäuser und sonstigen Bauten im alten botanischen Garten gedacht werden.
Es ist damit so weit gekommen, dass in einzelnen Abtheilungen eine Reparatur gar nicht mehr
möglich ist, und dieselben mit nächstem Winter geräumt werden müssen. Wo die Pflanzen dann
untergebracht werden sollen, ist einstweilen noch nicht abzusehen.
A. W, Eiciiler.
23) Das mineralogische Museum
Der Assistent Dr. P. KlieN ging den 1. Mai ab und trat Dr. W. Godt an seine Stelle.
Die schon 1874 in Aussicht gestellte Erhöhung der Mittel um 600 Mark wurde von dem
Herrn Minister bewilligt.
Folgende Vermehrungen der Sammlung sind hervorzuheben:
a) Mineralien.
1. Eine Suite Diamantkrystalle, wovon einer im Muttergestein eingewachsen, von den
Südafrikanischen Diamantfeldern, gekauft bei Brahmefeld und Gutruf in Hamburg.
2. Aussergewöhnlich grosse uud schöne Krystalle von Coelestin übergab der Director
der Rüdcrsdorfcr Kalkberge bei Berlin Herr FOITZICK.
3. Speckstein, verarbeitet, von Ningpo, schenkte Herr Oberstabsarzt Dr. HÜTHE.
4. Pseudomorphosen von Rotheisenstein nach Kalkspath von Amoenau in der Wetterau
und schöne Natrolithe vom Stempel bei Marburg im Tausch von Prof. Dr. v. KÖNEN
in Marburg.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.