I. Personalnachrichten.
a) Anstellungen und Beförderungen.
Mit Beginn des Wintersemesters 1875/76 trat in die philosophische Fakultät als ausser
ordentlicher Professor für das Fach des Sanscrits und der vergleichenden Sprachforschung der bis
herige Privatdocent in Breslau, Dr. RICHARD PlSCHEL.
Vom i. November 187 5 ab wurde von dem Herrn Minister der geistlichen p. p. Angelegen
heiten der Bibliotheks-Secretair an der Universität zu Göttingen, Dr. jur. ERNST STEFFENHAGEN
mit der interimistischen Verwaltung der hiesigen Bibliothekarstelle beauftragt.
b) Versetzungen, Entlassungen, Todesfälle.
Se. Majestät der Kaiser und König haben durch Allerhöchstes Dimissoriale vom 17. Sep
tember 1S75 dem Bibliothekar, Conferenzrath Prof. Dr. HENNING RäTJEN die von demselben nach
gesuchte Entlassung aus dem Amte des Bibliothekars der hiesigen Universitäts-Bibliothek unter
Bezeugung Allerhöchster Zufriedenheit mit dessen langjähriger Führung dieses Amtes vom 1. No
vember 1S75 ab zu erthcilen geruht.
Im Aufträge des akademischen Consistoriums begaben sich am Freitag, den 12. November
die Dekane, Kirchenrath LÜDEMANN, Prof. BURCKHARD, Geh. Med.-Rath BARTELS und Professor
KARSTEN, in die Wohnung des Conferenz-Raths Ratjen, um ihm die dankbare Anerkennung seiner
vieljährigen Wirksamkeit als Universitäts Bibliothekar zu bezeugen und gab der Dekan der theo
logischen Fakultät dieser Anerkennung in folgenden Worten Ausdruck:
«Wir kommen zu Ihnen, hochverehrter Herr College, im Aufträge des akademischen
Consistoriums, um Ihnen den Dank desselben auszusprechen für die Art und Weise, wie
Sie das Ihrer Leitung anvertraute hochwichtige Institut der Universitäts-Bibliothek eine
so lange Reihe von Jahren hindurch verwaltet haben. Je schwieriger an sich, und unter
so manchen ungünstigen Zcitverhältnissen und Umständen die Ihnen gestellte Aufgabe
war, desto mehr Anerkennung verdient die Einsicht, Umsicht, Treue und Sorgfalt, mit
der Sie stets die Interessen Ihres Instituts wahrgenommen, und manche wesentliche
Verbesserung desselben herbeigeführt, und zu anderen den festen Grund gelegt haben.
Jede hier durch ihren derzeitigen Dekan vertretene Fakultät ist Ihnen zu Dank ver
pflichtet für den Eifer und die Hingebung, mit der Sie den Bedürfnissen derselben ent
gegenzukommen und abzuhelfen unablässig bemüht waren. Und wenn Sie Ihre Stellung

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