Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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II. 0,i982 Grm, ebenso getrockneter Substanz lieferten nach Carius Methode itn 
zugeschmolzenen Glasrohre oxydirt 0,i608 Ag Br = O,o6843 Br. 
III, 0,i984 Grm. ebenso getrockneter Substanz gaben 0,i 6 3i AgBr = 0,o694 Br (Carius). 
Berechnet: Gefunden: 
II. III. 
34,53 34,98 
222 100,55. 
ClO 
Hs 
Br 
N 
120 
8 
80 
14 
54,05 
3,60 
36,04 
6,31 
I. 
54,91 
3,83 
Wenn die vorstehenden analytischen Zahlen nicht unerheblich von denjenigen 
abweichen, welche die Theorie verlangt, so dürfte sich dies wohl daraus erklären, 
dass das Monobromnaphtylamin trotz des oftmaligen Umkrystallisirens nicht im Zu 
stande vollkommner Reinheit erhalten werden konnte. Es würde ohne Zweifel zweck 
mässig gewesen sein, die Substanz durch Destilliren mit Wasserdämpfen zu reinigen, 
jedoch ist dies unterblieben, da die zur Analyse bestimmte Menge zu einer solchen 
Operation nicht mehr ausreichte. 
Bei den Brombestimmungen wurde die Erfahrung gemacht, dass sich die 
Substanz erst bei einer Temperatur von 300° mit rauchender Salpetersäure vollstän 
dig zersetzt. 
Das Bromnaphtylamin ist in kaltem Wasser unlöslich, in Benzol schwer löslich. 
Von siedendem Wasser und von Aether wird es in ziemlicher Menge, von Alkohol 
sehr leicht gelöst. Sein Schmelzpunkt liegt bei 93 bis 94°, er war wegen eines vor 
hergehenden Erweichens der Substanz schwierig festzustellen. 
Salze. 
Das Monobromnaphtylamin hat grosse Verwandschaft zu Säuren, es verbindet 
sich mit ihnen leicht zu Salzen, von denen ich das salzsaure und das schwefelsaure, 
näher untersucht habe. Diese beiden Salze wurden in der Weise dargestellt, dass zu 
einer kalt gesättigten alkoholischen Auflösung von Bromnaphtylamin so lange Salz 
säure, beziehungsweise Schwefelsäure gesetzt wurde, als noch ein Niederschlag entstand. 
Nachdem die letzten Theile der entstandenen Verbindungen durch Hinzufügen von 
Wasser ausgefällt waren, wurden diese auf dem Filter mit stark verdünntem Alkohol 
ausgewaschen und zweimal aus einem siedenden Gemisch von 1 Thl. Alkohol und 3 
bis 4 Thle. Wasser umkrystallisirt. Die bei 100° getrockneten Salze gaben bei der 
Analyse folgende Resultate:
	        

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