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anzustellen. Ich machte denselben genau in der oben angegebenen Weise und war selbst überrascht
von der Präcision, mit welcher ich die verschiedenen Veränderungen in der optischen Einstellung des
Auges nach der wechselnden Deutlichkeit des Bildes taxiren und angeben konnte.
Bei dieser Untersuchung vollzog sich der Accommodationswechsel ohne die geringsten Be
wegungen des betreffenden Auges. Dieselben waren auch bei der Untersuchung des Herrn B. so
gering, dass ich, ohne mit der Linse dem Auge folgen zu müssen, das Bild der Papille nicht einen
Augenblick aus dem Gesichtsfelde verlor.
Als Resultat des auf diese Weise angestellten Versuches glaube ich die Behauptung auf
stellen zu dürfen, dass auch bei diesem Patienten bei der Betrachtung naher Gegenstände das
weniger sehtüchtige und nicht myopische Auge gänzlich auf die Accommodation verzichtet.
Es liegt auf der Hand, dass, wenn ein solcher Versuch ein verwerthbares Ergebniss bringen
soll, der betreffende Patient schon ein gewisses Verständniss für die Sache, um die es sich
handelt, mitbringen muss.
Dieses Postulat war hier in genügendem Masse erfüllt, — um so grössere Beweiskraft
glaube ich diesem Palle beilegen zu dürfen.
V ier te^Gruppe.
Fall XI.
A. M., Dr. jur., stellt sich am 1. Februar d. J. hier auf der Klinik vor. Derselbe giebt an
schon sehr früh von selbst darauf aufmerksam geworden zu sein, dass der Refractionszustand seiner
Augen ein wesentlich ungleicher sei und dass er das kurzsichtige linke Auge nur für die Nähe,
das rechte dagegen allein für die Ferne benutze.
Die functionelle Untersuchung ergiebt:
rechts links
As. h. 736 S = 1. M. 7t 72 S = 1.
die ophthalmoskopische:
rechts entsprechend dem functioneilen Befunde eine geringe Hypermetropie im horizontalen Meridian,
sonst nichts Abnormes,
links myopischen Bau und ein schmales Staphylom an der temporalen Seite.
Der Abstand der Pupillenmitten beträgt 65 mm.
Es besteht Strabismus divergens alternans; beim Blick in die Ferne weicht das linke Auge,
beim Sehen in der Nähe das rechte Auge nach aussen ab.
Aus der Anamnese und dem sonstigen Befunde ergiebt sich mit grosser Wahrscheinlichkeit,
dass es sich beiderseits um eine angeborene Refractionsanomalie handelt, dass also dieser Fall für
unsern Zweck wenig zu verwerthen ist.
Fall XII
betrifft einen Patienten aus der Privatpraxis des Herrn Professor Völckers.

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