dieser Krankheit das auffallende Vorkommen von Piken bemerkt wurde; ja seit der Herausgabe
der Arbeit Oertels*) waren wenigstens zu Anfang manche Autoren der Ansicht: Ohne Mikro
kokken keine Diphtherie. Indess habe ich bis dahin der Diphtherie keine Erwähnung gethaa,
wlil icTemmS zu dem Gegenstände meiner Untersuchungen gelangt, denselben nicht gerne wieder
i erlassen ^mochte. ^ mir zu G es ichte als ich meine Untersuchungen hinsichtlich der
Bedeutung des Diphtheriepilzes, der bekanntlich als ursächliches Moment dieser Krankheit von
»„»ehe. Autoren »»gesehen wirf, «**. » «*» * **>» *«* “
Lehrer Herrn Prof Jurgens on begonnen und seit der Zeit, wenn auch mit Unterbrechungen, die
namentlich meine Stellung * Assistent de, geburtshülfliclien Klinik, mir auferlegte, „„met weder
-v, eigentlich »Angehen (teilte, »eil trete v.eler Mtihen, dns Besaite e,n sehr geringe»
gehuZ” ei und „och obendrein .»schliesslich negativ nusSeh Die Erfolge Bann,ms hinsichtlich
ler Pyaemie und Septimen,ie Hessen mich indess hoffen, es möchte auf demselben Wege auch far
Ti I:. , , oc Upvnnskommen. Wenn mir nun dieser Nachweis auch bis jetzt nicht gelungen
ist söZhÜete Ä. doch die Meglickkeit keineswegs ans, vielmehr werde ich bei gebotener Ge
legenheit meine Versuche wiederholen, vorläufig aber die gemachte» Erfthrunge. aufaeichne».
Da ich hierbei Gelegenheit genug haben werde, die Schriften namentlich der besseren
. \ Verbleichung herbeizuziehen, kann ich es füglich unterlassen, eine Besprechung
Autoren vielfach au, >"£*n» j* noct bemerken, dass die Arbeit von Oertel«)
der Literatur vovangeheu an las e ■ Untersuchungen gegeben, mir auch desshalb au
welche nur WZw-uug gelben b* weil dLo.b“e „ich, n„, die umfangreichste,
slXrn”auch'mit rioler Umsicht, üebe,aouguug und Glaubwürdigkeit abgefasst au sein scheint.
Die au- dem Ergebnisse der Untersuchungen gesogenen Schlüsse sind anscheinend so .„geswungen,
‘ I’ . , " on 1n . son gemachten Folgerungen werden durch planmässigo Experimente so
' 16 anfc ' elU/C 1K “ ’ “ • „ so ute man könne aus der Heftigkeit und Dauer der diphtheritischen
sicher const.«, dass d„, im Organismus vorhanden». Pils, schliosseu, und
“ S :MZZ,1 de, gefundenen Pilse auf die Schwere des vorliegenden Palles. Gans
abgesehen nun ilaven, dass es mir gamicht in den Sinn kommen kan», polemisirend gegen eine
g . , , , anerkannte Arbeit auftreten zu wollen, werde ich mir nur erlauben,
mehr oder weniger doch sehr aiierKanme xviuo , ,
,, , , ö ... A - Oertel vertretenen Ansichten da auszusprechen, wo ich durch
meine Bedenken über cue vui ■ -u a i
unzweifelhafte Tbatsachen aus den eigne., Forsch,,,,gen mich das. berechtigt glaube.
Nachdem schon Andere, unter ihnen auch Buhl **) das Vorkommen von Pilzen in
‘ . ,, selbst in dem darunter befindlichen Gewebe in ihren Schriften
diphtheritischen Auflagerungen una seiusu +10111071
1 . , ,, h ne ihnen eine grossere Bedeutung beizulegen, trat Oertel 18 1 1
liber Diphtherie erwähnt hatten, , ... ,
1 , a ,, • wHmmter Pilz, der Mikro ko kkus, irager des diphtheritischen
mit der Ansicht hervor, dass ein bestimmroi 0 1
r , mt - lms sei und durch seine Einwanderung in den menschlichen Körper zu den spezifischen
‘ Krankheit Veranlassung gebe. Er denkt sich, dass der Pilz auf bis jetzt
irsc leinungcn 1 Gewebsspalte des Körpers sei es der aussern Haut oder der Schleimhaut
„ 1 t hi er eine locale Entzündung erregt, sich rasch vermehrt und radienformig über den ganzen
Organismus sich verbreitet; indem er in die Tiefe vordringt und auf diesem Wege auch, in die
Blutbalm »Hangt erzeugter, gleichzeitig in manchen Organen besonders den Nieren eine parenhymatöse
*) Deut. Asch. !■ Min. Med. 1871.
**j Deutsches Archiv für klinische Med. 1871.
’***) Zeitschr. für Biologie, f.upplem. 3.

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