Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

dification je nach der Individualität der Fälle ausgeführt von Syme (Brit. med. 
Journal 1857 No. 12), Jones in Jersey 1857 (Transactions of the pathol. Section 
XX, p 294 ) Heyfelder 1857 (Fall von Exstirpation der Scapula 1857 Peters 
burg), Esmarch 1859 (bisher nicht veröffentlicht), Michaux 1865 (Lancet 1868, 
II, 665) Sydney Jones 1866 (Clinical lectures in Med. Times and Gazette 1S67, 
16 March) Buchanan 1867 (Bulletin de l'academie de mödicin XXX), Rogers 
1868 (American Journal of the med. sciences Oct, 1868 p. 359), Michel 1869 
(Levrey These de Strassbourg 1869), Henry Smith (The Lancet 1874 No. 3, 
p. I29 ) Steele 187. (Brit. med. Journal 1871, II, 43°). A.Kottmann 1873 (Cor- 
respondenzblatt für schweizerische Aerzte. .874, No. 9), R. Schneider (Berliner 
klinische Wochenschrift 1874, No. 3 T k 
Was nun die Exstirpation von Schulterblatt und Arm anbetnfft, so wurde 
die Operation von v. Langenbeck bei einem 17jährigen Arbeiter wegen eines 
Rundzellensarkoms der Schulter (s. Veit, „Exstirpation von Schulterblatt und Arm“. 
Inaugural-Dissertation. Berlin .874) in folgender We.se ausgeführt: Zuerst wird 
entsprechend der grössten Hervorwölbung der Clavicula e,n Querschnitt gemacht, 
welcher den Knochen freilegt; derselbe wird mit einer Knochenzange durchschnit 
ten und nun die A und V. subclavia aufgesucht und doppelt unterbunden; zwischen 
den Ligaturen werden beide zugleich mit dem Plexus brachialis durchschnitten. 
Von dem Schnitt über die Clavicula geht nun ein weiterer über die Höhe der 
Schulter bis zum unteren Winkel der Scapula. Darauf wird die Haut nach dem 
medialen und lateralen Rande zu abpräparirt und alle an der Basis und dem obe- 
ren Rande sich ansetzenden Muskeln durchschnitten. Die blutenden Gefässe wer 
den souleich mit Schieberpincetten gefasst. Vom medialen Rande an wird nun die 
Scapula losgelöst Hierauf wird von dem Clavicularschmtt durch die Grube, wel 
che vor dem Oberarmkopf quer über den Pectoralis wegläuft, hinter den verdäch 
tigen Theilen der Achselhöhle hinweg ein Schnitt zum unteren Winkel hin in den 
ersten hinein gemacht. Die von der Neubildung ergriffenen Thede des Pectoralis, 
das Acromial ende der Clavicula werden von den gesunden Theilen getrennt und 
dann alles erkrankte, Scapula u. s. w. vom Körper entfernt. Um die sehr grosse 
Wundfläche zu bedecken, wird ähnlich wie bei stark klaffender Hasenscharte die 
Haut nach allen Seiten hin abpräparirt; so gelang es endlich mit Suturen fast die 
ganze Wundfläche bis auf eine etwa thalergrosse Stelle zu bedecken. Das Ganze 
wurde zuletzt mit Ceratlappen bedeckt, darauf Charpie gelegt und mit einer Spica 
thoracica eine gewisse Compression ausgeübt. 
An diesen in der obenerwähnten Dissertation von Veit behandelten Fall, 
reiht sich schliesslich eine auf der hiesigen Klinik von Herrn Geheimerath Esmarch 
ausgeführte Exstirpation von Schulterblatt und Arm. 
Letztere und der oben mitaufgeführte Fall vom Jahre 1859 wurde mir von
	        

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