Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

fiÜBHfl 
) 
4 
25 
Produkten zu bewahren, andererseits, damit die Ausstossung der Frucht noch in 
to to geschehen könne, und man im Stande sei, falls Wehen eingetreten, die Geburt 
d«rch die Wendung oder Extraction mit der . Zange zu beendigen. 
Sind erst die Weichtheile des Foetus aufgelöst, so ist man im Wesentlichen 
au f eine rein symptomatische Behandlung angewiesen. Es müssen fleissige Aus- 
Ölungen gemacht, dann für gute Ernährung der Kranken gesorgt werden, die vor 
allen Dingen jede körperliche Anstrengung und überhaupt alle Gelegenheitsursachen, 
Welche eine entzündliche Reizung hervorbringen können, vermeiden muss. Treten 
entzündliche Erscheinungen auf, so wird man sie mit den gewöhnlichen Mitteln 
^handeln. 
Um dann auch die Entfernung der einzelnen Knochen möglichst zu befördern, 
muss man öfter untersuchen, um sich über Grösse, Lage, Schmerzhaftigkeit des Uterus 
ln Kenntniss zu setzen und sich zu überzeugen, ob nicht irgendwo ein Stück einge 
klemmt ist, welches die weitere Ausstossung hindert. Man kann Alles, was sich ohne 
grosse Mühe entfernen lässt, wegnehmen, nur muss man sich, wie die Kranken 
geschichten lehren, vor jedem geweltsamen Eingriff hüten, ln Clintocks Fall scheint 
'loch der Tod in Folge der häufigen Operationen eingetreten zu sein. Um sich die 
Uterushöhle zugänglicher zu machen, kann man sich des Pressschwammes bedienen; 
jedoch ist dabei die grösste Vorsicht zu beobachten, da der Pressschwamm schon an 
ünd für sich leicht entzündliche Erscheinungen hervorruft, zumal an einem Uterus, 
de r stets durch einen fremdartigen Inhalt gereizt wird; ferner ist es immer zu be- 
«enken, dass, weil man hänfig genöthigt sein wird den Pressschwamm neben einem 
Uüochenstück, das in den Cervikalkanal hineinragt, in die Hohe zu schieben, die Ge 
fahr vorhanden ist, dass dasselbe in die Uterussubstanz hineingepresst wird, und dass 
Von dieser Wunde heftigere Entzündungen in der Nachbarschaft die Folge sein können. 
D ass auch eine sehr langwierige Elimination bei schonender und vorsichtiger Behand- 
hng für das Allgemeinbefinden nicht von bösen Folgen ist, das beweist zur Genüge 
der hier beocachtete Fall.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.