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ständige Entleerung des Uterus ohne besonderen Schaden für die Kranke statt
finden wird.
Um uns über die Momente, welche bei dem Ausbleiben der Geburt, sei es
nur eine Zeit lang über die normale Schwangerschaftsdauer hinaus, sei es bis zum
lode der Mutter, in Betracht kommen, klar zu werden, müssen wir uns zunächst
sowohl die Veränderungen in’s Gedächtniss zurückrufen, welche die abgestorbene Frucht
im Uterus durchmachen kann, als auch die Ursachen, welche am normalen Ende der
Schwangerschaft oder nach dem eingetretenen Tode des Foetus die Ausstossung des
selben bewirken. Stirbt die Frucht aus irgend welchem Grunde, der ja ganz ver
schiedener Natur sein kann, ab, und bleiben die Eihäute unverletzt, so ist die ge
wöhnliche Folge, dass dieselbe im Fruchtwasser macerirt wird, und nach längerer
oder kürzerer Zeit Uteruscontractionen eintreten, welchen die Ausstossung alsbald
folgt. Es kann aber auch zuerst das Fruchtwasser resorbirt werden, und schrumpft
dann der Foetus einfach zusammen und wird muinificirt (foetus papyraceus). In diesen
1 ällen erfolgt meist nach längerer Zeit noch die spontane Ausscheidung. In seltenen
Fällen erfährt der Foetus eine lipoide Umwandlung (Hecker und Buhl I. pag. 327),
und scheint dies die Vorstufe der Lithopädionbildung zu sein. Mitunter wird auch hier
noch die Frucht spontan ausgestossen. Bleibt sie aber eine längere Zeit im Uterus
zurück, so lagert sich nach Meckel zuerst in den Umhüllungen und den äussern
und allmählig auch in den innern Theilen eine fettig-kalkige Masse ab, nachdem eine
einfache F ettentartung durch Ranzigwerden des Fettes und Bildung von Fettsäure und
Kalkseifen vorangegangen ist. Ist diese Veränderung bis zu einem gewissen Grade
gediehen, so bleibt die Frucht wohl stets bis zum Tode der Mutter im Uterus zurück.
Ganz anders gestalten sich die Verhältnisse, wenn gleich nach dem Tode der
Frucht oder vielleicht auch als Ursache desselben eine Zerreissung des Eissackes er-
folgt. Treten nicht alsbald energische Uteruscontractionen auf, welche eine sofortige
Entleerung des Uterus bewirken können, so geht die Frucht bei dem Zutritt der
atmosphärischen Luft in Fäulniss über, die VVeichtheile werden aufgelösst und fliessen
ab, und bleiben nur die resistenten Knochen im Uterus zurück. Damit sind aber die
Verhältnisse für die Austreibung sehr ungünstige geworden, da die Uteruscontractionen
keinen ordentlichen Angriffspunkt mehr haben. Während sie bei der macerirten Frucht
sowohl als auch bei der mumificirten doch immer noch auf den Uterusinhalt als
Ganzes wirken können, müssen sie hier eine Menge einzelner nicht mehr zusammen
hängender Theile austreiben. Dadurch wird die Elimination eine sehr langwierige
und kann sich über-Jahre hinziehen; es wird, wenn der Muttermund nachgiebig genug
ist, ein Knochen nach dem andern ausgestossen, doch findet anscheinend nach allen
angeführten Fällen dieser Art eine vollständige Entleerung nie spontan statt. Ist hin
gegen im Cervix ein Hinderniss vorhanden, so kann der wenn auch schwache aber
dauernde Druck gegen die entblössten Knochen, von denen vielleicht einer mit einer

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