Während er in ihrer Gesellschaft sass, fiel er todt um. Aus der Thatsache, dass die
Eichel mit Spermatozoen bedeckt gefunden wurde, vermuthete man, dass er sich ent
weder zur Zeit des Todes oder kurze Zeit vorher dem geschlechtlichen Verkehr er
geben habe. Es ist möglich, dass er während des Actes starb, indem die Erregung
einen Paroxysmus dieser Krankheit hervorgerufen hatte, an welchem er früher litt.
Sectionsbericht. Das Herz, wie in den vorhergehenden Fällen, war
schwach erweitert, — vierzehn Unzen. Der linke Ventrikel war gänzlich uncontrahirt;
der rechte zum Theil ebenso. Beide enthielten flüssiges Blut. Der Arcus aortae war
atheromatös entartet. Die rechte Kranzarterie war vollständig geschlossen, sodass keine
Spur von Oeffhung vorhanden war. Die Arterie konnte nur dann gefunden werden,
wenn man sie von der Aussenseite bis zu ihrem Ursprünge verfolgte. Die tunica
intima schien sich über die Mündung des Gefässes fortzusetzen. Die OefFnung
der linken Herzarterie war so verengt, dass man sie kaum vermittelst einer Sonde
messen konnte. Der Verlauf der Kranzarterien war normal. Die Herzmuskelfasern
waren schwach fettig punktirt. Sämmtliche Klappen waren sufficient; die Aortaklappen
waren in einer kleinen Ausdehnung verdickt.
Der Magen war von Gas ausgedehnt und mit unverdauten, fast unzerkauten
Speisen erfüllt und enthielt eine Menge von Kartoffeln und Eingepökeltem. Alle
Organe wurden untersucht, aber nichts weiter wurde gefunden, als dass die Lungen
schwach emphysematos waren und dass in den Bronchialverzweigungen eine schleimig*
eitrige Secretion stattgefunden hatte.
Als Resume unserer bisherigen Betrachtungen ergiebt sich, dass bei den meisten
Obductionen der der Angina pectoris erlegenen Kranken organische Veränderungen
am Herzen gefunden wurden. Ob aber diese nachweisbaren krankhaften Processe
angeboren, also primär entstanden, oder die Folge von krankhaften Vorgängen, welche,
wie der acute Gelenkrheumatismus in etwa 20 pCt. der von ihm ergriffenen Individuen
Endocarditis mit ihren spätem Folgen, Klappenfehlern, und diese letztem wieder be
kanntlich im Allgemeinen den Kreislauf verlangsamen und die Herzthätmkeit ver
mehren, demnach also unvermeidliche Störungen im Gesammtorganismus hervorbringen,
ob diese primären wie secundären Erkrankungen des Herzens, ebenso wie sie auf da»
Hehirn wirken, indem wir ja bei solchen Kranken, die mit Klappenfehlern behaftet
sind, zuweilen Schwindel, Gefühl von Betäubung und Eingenommenheit, veränderte
Gemüthsstimmung, bei bedeutendem Veränderungen der Gefässhäute Hirnatrophie
sehen, ob sie es auch seien, die ihre Wirkung auf die Nerven und Ganglien des Her
zens so äussern, dass die Ursache der Angina pectoris hierin vorzugsweise zu suchen
ware und, es ist ja möglich, dass die in ihrer Ernährung beeinträchtigten Nerven de»
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Herzens durch Schmerz sich kundgeben. Wir sind aber hier ebenso wenig im ~
die Erklärung abzugebeh, weshalb z. B. bei peripherisch verlaufenden Nerven
Stande,
die

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