Membran, besonders um den Ursprung der Kranzarterien. Die Kranzarterie war voll
ständig geschlossen, sodass ihre Lage nur beim Aufwärtsverfolgen an ihrer Aussen-
seite entdeckt werden konnte. Die rechte Arterie war sehr verengt, aber noch wegsam.
Die Häute dieser Gefässe waren frei von atheromatösen Entartungen. Die linke
Arterie war sehr geschrumpft, während die rechte ihre volle Form beibehalten hatte.
Fall II. Ein schlecht entwickelter Mann von 42 Jahren, welcher die Wildjagd
betrieb, wurde am 4. October 1865 Patient des St Georgs-Hospital, das unter der
Leitung des Dr. Fuller stand. Vor mehr als einem Jahre hatte er nach dem Essen
Schmerzen in der Gegend des Epigastriums. Vor Kurzem hatte er einen Anfall, der
"de die Angina pectoris beschrieben wurde, während dessen er still stand, die Ellbogen
v on den Seiten erhoben und das Gesicht voll ausdrucksvoller Angst. Diese Anfälle
^griffen ihn, gleich dem epigastrischen Schmerz, nach dem Essen. Während er im
Hospital war, durfte er das Bett nicht hüten und sein Allgemeinbefinden war ziemlich
gut. Die Behandlung war hauptsächlich gegen Verdauungsstörungen gerichtet. Am
Nachmittage seines fünften Aufenthaltstages im Hospital, während er sich mit dem
Arzt unterhielt, wurde er plötzlich von einem Anfall der beschriebenen Art ergriffen,
üiit Schmerzen im Epigastrium. In wenigen Secunden wurde sein Gesicht blau und
or hatte eine kurzdauernde, aber deutliche Convulsion. Darnach, obgleich der Galva
nismus und andere Mittel angewandt wurden, gab er weiter kein Lebenszeichen.
Bei der Obduction fand man auf der Herzoberfläche einige wenige Punkte mit
^Xtravasirtem Blut, vielleicht das Resultat der künstlichen Respiration, welche ange
wandt wurde. Der linke Ventrikel war gänzlich uncontrahirt und enthielt flüssiges
Blut Die Klappen waren normal. Die tunica intima der Aorta war eine
güte Strecke weit, einem Polster gleich, atheromatös entartet. Etwas von
diesem Material hatte die Mündung der Kranzarterien esreicht und verengte
dieselben so. dass man ohne einigen Druck den Kopf einer gewöhnlichen
Sonde nicht einführen konnte. Das Herz war grösser, nämlich dreizehn und eine
halbe Unze schwer. Die Muskulatur war von normaler Farbe und normalem Bau.
Lnter dem Microscop sah man zerstreute Punkte mit unbedeutendem Fettgehalt, aber
üicht so sehr, dass man irgend eine krankhafte Veränderung nachweisen konnte. Das
Dehirn war normal. Die Magenschleimhaut war geröthet.
Fall III. Der dritte Fall betrifft einen 35jährigen Soldaten, welcher von der
Armee in Folge irgend einer Herzaffection entlassen wurde. Am Abend des 28. April
1864 wurde er todt in’s St. Georgs-Hospital gebracht. Ein erregtes, junges Frauen-
2 ‘fnmer kam mit dem Körper und aus ihrem Bericht ging hervor, dass die beiden,
Nachdem sie zu Abend gegessen hatten, eine Zeit lang im Park zusammen spazierten.

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