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in Nashville. Derselbe erzählt, dass die derzeitigen Journale angeben, dass nicht nur
aui dem Continent von Europa, sondern auch in Grossbritannien und Canada und in
seinem eigenen Lande schöne Versuche mit der Esmarch’schen Methode der künst
lichen Blutleere gemacht sind. In der Januar-Nummer des Richmond and Louisville
Medical Journal findet sich nach ihm die erste Aufzeichnung eines oder zweier Fälle.
Der Verfasser ist entzückt von dem Erfolg des Verfahrens und sendet dem Erfinder,
Esmarch, seinen tiefgefühlten Dank.
Ich habe in dem Vorhergehenden eine Schilderung der Ausbreitung der von
Prof. Esmarch erfundenen und empfohlenen Methode der künstlichen Blutleere bei
Operationen an den Extremitäten zu geben versucht, zu zeigen beabsichtigt, wie in
Folge seiner \ eröffeutlichung des Verfahrens sich schon in so kurzer Zeit eine nicht
geringe Literatur über dasselbe angesammelt hat, und wie in dieser die Erfindung
fortwährend an seinen Namen geknüpft wird: — es mag deshalb wohl befremden,
wenn ich jetzt in Kürze der Prioritätsfrage Erwähnung thun muss.
Wie im Alterthume 7 Städte sich um das Recht stritten die Geburtsstätte
Homers zu sein, so erheben jetzt in 4 Ländern einzelne Chirurgen den Anspruch der
Priorität für ihr Vaterland.
Die Professoren Spence 3T ) und Erichsen 38 J verlangen dieselbe für England, sind
sich aber nicht einmal darüber einig, wem sie die Priorität zuerkennen wollen, der
erstere schreibt sie Charles Bell zu, der zweite dem Mr. Clover, welche beide die Idee
der künstlichen Blutleere durch andere complicirtere und weniger wirksame Methoden
zu realisiren suchten, ähnlich der, die Sartorius schon 1806 angewendet hatte.
Auf die oben erwähnten Schriften Beils und Erichsens sich stützend sprechen
sie der Esmarch’schen Erfindung jegliche Originalität ab, wenn sie auch einräumen
müssen, der eine, dass die neue Methode von Esmarch effektvoller ist als die Beils,
der andere, dass Esmarch die Mothode auf alle Operationen an den Gliedmassen
ausgedehnt hat.
Doch mögen sie auch aus reiner Oppositionslust, oder aus irgend einem andern
Grunde dem Erfinder und Veröffentlicher der künstlichen Blutleere bei Operationen die
gebührende Anerkennung verweigern, so stehen ihnen in ihrem eigenen Vaterlande zwei
nicht minder hervorragende Auctoritäten, Mac Cormac 39 ) in London und Stokes 40 ) in
Dublin gegenüber, die das Verdienst Esmarchs in vollstem Masse zu würdigen wissen.
37 ) Medical Times & Gazette, London, January 24. 18 74.
38 ) Medical Times & Gazette, London, January 10. 1874.
3 ’) Medical Times & Gazette, London, Febr. 7. 1874: „In my opinion, however, his (Esmarchs)
procedure differs essentially from the many attempts previously maid by surgeons in the same direction — Sir
Charles Bell included, — in that it insures an absolutely perfect result through the employment of a very simple,
if not the simplest means.“
40 ) The medical Press and Circular, March 25. 187 4.

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