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gemacht. Hiernach sollte man allerdings im vorliegenden Falle sechs Nabelgefässe
erwarten, da die Lebern doch einen bedeutenden Grad der Vervollkommnung er
reichten. Meistens pflegen sich, wenn eine vordere und hintere Leber vorhanden
ls h die Gefässe in die vordere zu inseriren, im vorliegenden Falle tritt das entgegen
gesetzte Verhältniss ein.
Von der vollkommensten Isolirung zweier sterna an, wie wir sie bei den
Siamesischen Zwillingen finden, bis zu der Bildungsstufe herab, welche sich dadurch
charakterisirt, dass beide sterna in ein gemeinsames vorderes verwandelt sind, ver
bunden mit einem mehr oder weniger ausgebildeten hinteren sternum, giebt es.
manche Varietäten; die vorliegende Sternalbildung findet am ehesten ein Analogon
m einem von Vrolik mitgetheilten Falle. Was nun die Entstehung dieser For
mation anbetrifft, so könnte man sich vorstellen, dass in der ersten Entwicklung
des Knochensystems, als die beiderseitigen Rippen in Zusammenhang mit je einer
Sternalhälfte sich zu verbinden strebten, und eine vollständige Vereinigung wegen
des dichten Aneinander- oder vielmehr Gegenüberliegens der Früchte nicht hat
stattfinden können, der untere Theil jedes Sternums nach vorn und nach hinten
ausgewichen, und so eine vordere und hintere Verschmelzung von je zwei Sternal-
bälften zu Stande gekommen sei. Allerdings bleibt es immer auffällig, dass nicht
mich hinten ein processus ensiformis existirt. Im Falle II a, welcher eine sehr
ähnliche Formation des sternums zeigte, fehlte jedoch auch der vordere Schwert
fortsatz, während der hintere ausgebildet war.
Die Lungen pflegen in der Regel normal zu sein, und nur in der Lappen-
bildung scheinen unbedeutende Abweichungen ziemlich oft vorzukommen. Das
eigentümliche Verhalten der Lungenränder in dem eben beschriebenen Falle ist
Natürlich eine Folge der skoliotischen Verkrümmung der Wirbelsäule.
Haller, Meckel, St. Hilaire, Otto stellen als Norm auf, dass die Herzen
m ein grosses, in einem pericardium liegendes Herz verschmolzen sind. Die
Zahl der Ventrikel variirt zwischen zwei und vier. Bei Meckel finden wir den
seltenen Fall notirt, welchen Fanzagus 17 ) beobachtete, dass zwei Herzen, jedes
m sei nem pericardium liegend, gefunden wurden. Otto )8 ) citirt noch drei Beispiele
derselben Art, und im Falle II a fand dasselbe Verhältniss Statt. Hier lagen auch
die Herzen an der normalen Stelle bei jedem Individuum. Als Regel scheint je
doch festzustehen, abgesehen von der Simplicität oder Duplicität des Herzens, dass
stets zwei Aorten, eine für jeden Körper, vorhanden sind. In dem vorliegenden Falle
lst die Lage der Aorten und der Pulmonalarterien normal. Die beiden an ihren
Enden obliterirten Stränge, welche sich jederseits von dem Rande des Herzens
1| ) }■ F- Meckel, de duplicitate monstrosa commentarius. Halae et Berolini 1815, p. 87.
1S ) Otto, 1. c. p. 171,

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