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beiden Organen zu einem starken Bande verschmolzen. Die vordere Leber besitzt
von rechts nach links gemessen eine Breite von 6,8 Cent., eine Dicke von 3,5 Cent.,
und die Messung von vorn nach hinten giebt einen Werth von 6 Cent. An ihrem
hinteren Rande bemerkt man jederseits ein etwa dreieckig geformtes Nebenläppchen,
welches nur durch sparsames Gewebe mit dem grossen Leberkörper zusammen-
hängt. Die Gallenblase ist vorhanden, doch sieht sie nicht unter dem vorderen
Leberrande hervor, ihr Ausführungsgang vereinigt sich mit dem der anderen Gal
lenblase, und beide ergiessen sich, zu einem Gange verschmolzen, in das Vereini-
gungsstück beider duodena. An den hinteren Rand dieser vorderen Leber schliesst
sich eine 1,5 Cent, tiefe Furche, welche von rechts nach links verlaufend an ihrer
Basis die hintere Leber mit der vorderen verbindet.
Die hintere Leber weicht schon in ihrer Gestalt von der vorderen ab. Sie
erscneint weicher und mehr abgeplattet, und ist durch ein ligamentum Suspensorium
deutlich an ihrer Oberfläche in zwei Lappen getheilt. Ihr vorderer (unterer) Rand
ist mehrfach zerklüftet, jedoch ist ein lobulus quadratus und ein lobulus Spigelü
ebenso wenig zu erkennen, als das tuberculum papillare. Der vordere Leberrand
ist scharf, desgleichen die beiden seitlichen Ränder, der hintere dagegen stumpf
Die ligamenta triangularia verhalten sich normal. Die Gallenblase, welche sich eben
falls unter die Leber zurückzieht, liegt, da wir diese Leber doch dem Individuum B.
zuerkennen müssen, anormalerweise links vom ligamentum Suspensorium. Die Breite
dieser Leber beträgt 8 Cent., die Dicke 2 Cent., und in der Richtung von vorn
nach hinten misst sie 5 Cent. Betrachten wir die beiden Lebern von unten, so
können wir hier keine Grenze zwischen beiden Organen wahrnehmen, vielmehr fin
det hier ein gleichmässiger Uebergang von der einen zu der anderen Leber Statt.
Einige Varietäten zeigt der Verdauungsapparat. Jedes Individuum besitzt
seinen oesophagus, ebenso sind auch zwei Magen in vollständig normalem Zustande
vorhanden, und jeder liegt in der linken Seite jeder Frucht. Die beiden duodena
laufen in einer gemeinschaftlichen Bauchfellfalte sich entgegen, die drei normalen
Krümmungen existiren nicht. Jedes duodenum hat etwa eine Länge von 5 Cent.
In der Mittellinie beider Lebern findet eine Vereinigung beider duodena Statt, die
selben gehen in einander über, und bilden an ihrer Vereinigungsstelle eine sack
artige Erweiterung, welche jedoch nach kurzem Verlauf sich verjüngend, in ein
beiden Früchten gemeinsames jejunum übergeht. An der oberen Grenze dieser
Erweiterung ergiesst sich der gemeinsame ductus choledochus in den Darm, wess-
halb dieser Theil wohl als pars descendens duodeni angesprochen werden muss.
Beiderseits findet sich ein omentum minus, welches jederseits an den äusseren
Enden der gemeinsamen Leberfurche, inserirt. Während das linke Individuum ein
deutlich erkennbares foramen Winslowii besitzt, fehlt dasselbe beim rechten. Das
gemeinsame Stuck des tractus intestinalis erreicht die bedeutende Länge von 70 Cent.,

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