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trachtung erinnert entschieden an die Fassung eines Uhrglases in seinem Rahmen.
Die Bauchspalte liegt genau symmetrisch in der Mitte der Missgeburt, der Nabel
strang jedoch, auf welchen die Bedeckung der Spalte übergeht, ist nicht central zu
ihr gelegen, sondern mehr abwärts, so dass die Entfernung des Nabels vom oberen
Rande der Bauchspalte 7 Cent., vom unteren Rande nur 2,4 Cent, beträgt. Das
noch vorhandene Stück des Nabelstrangs hat eine Länge von 6,2 Cent., in ihm
lassen sich nur vier Gefässlumina mit Sicherheit nachweisen.
Die Verwachsungslinie beginnt auf der Haut gemessen reichlich 2 Cent, un
terhalb der incisura jugularis des Sternums eines jeden Individuums, und zieht sich
bis zu ihrer unteren Grenze etwa 2 Cent, unterhalb des Nabelstrangs in einer Länge
von 12,5 hinab.
Der Umfang der Missbildung in der Gegend des processus ensiformis beträgt
40 Cent, in der Gegend der Insertion des Nabelstrangs 39 Cent. Der Umfang des
Individuums A. in der Höhe der Achselhöhle gemessen beträgt 26,5 Cent, unter
halb der Verwachsungsstelle 20 Cent. Der Umfang des Individuums B. in der
Höhe der Achselhöhle gemessen beträgt 25,5 Cent., unterhalb der Verwachsungs
stelle 20 Cent. Die Körperlängen der beiden Früchte sind nicht ganz gleich, sie
beträgt für A. 44 Cent, und für B. 41 Cent. Die Kopfmaasse zeigen nur kleine
Differenzen. Sie lauten für beide Früchte folgendermaassen:
A. B.
Kopfumfang um die Stirn 32,5 Cent. 32,5 Cent.
Grösster Kopfumfang 34 „ 33 v
Längsdurchmesser des Schädels . . 9,3 ,, 9,6 ,,
Ouerdurchmesser desselben 8,9 ,, 10,4 ,,
Grösster Kopfdurchmesser 10,4 ,, 8,8
Das Gewicht beider Kinder beträgt 4100 grms.
Aus den eben angegebenen Bemerkungen und Maassbestimmungen geht hervor,
dass jede der beiden Früchte zwar nicht eine sehr bedeutende Entwicklung zeigt,
jedoch in ihrem äusseren Habitus nicht weit hinter normalen Neugeborenen
zurückbleibt.
Anatomische Untersuchung.
Nach Zurückschlagung der Brust- und Bauchmuskulatur tritt das Verhalten
des Sternums zu Tage. Die oberen Hälften beider sterna verhalten sich ziemlich
normal; sie laufen mehr horizontal mit einer leichten nach oben concaven Krümmung,
bilden jedoch bis zu ihrem Zusammenstoss an ihren unteren Enden nicht eine gerade
Linie, welche man sich von der incisura jugularis des Sternums des einen Individuums
zu derselben Stelle des anderen gezogen denkt, sondern einen nach hinten offenen
stumpfen Winkel. Die Entfernung vom Vereinigungspunkt bis zur incisura jugularis

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