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ausblieb, wenn der kärgliche tägliche Verdienst sie nicht in den Besitz desselben setzte. Sie
schleppten sich daher so lange hin, bis das Fortschreiten des Processes sie vollständig arbeits
unfähig gemacht hatte. Wird nämlich der mit solchen Schwielen versehene Fuss weiteren An
strengungen und Reizungen ausgesetzt, so kommt es bald
Epidermis, zu einem subepidermoidalen Abscess, einer sogenannten Eiterblase, die hier
natürlich wegen der verdickten Epidermis weit später, als gewöhnlich platzt, so dass unter der
fortgesetzten chronischen Reizung des Fusses schon vor dem Aufbruch derselben die Bildung
eines subcutanen Abscesses eingeleitet war. Wie leicht sich derselbe der Diagnose entziehen
kann, ist bei seiner Kleinheit, bei der in Polge der Callositäten mangelnden Röthung, bei der
Unmöglichkeit des Nachweises einer Fluctuation, sehr erklärlich. Die Patienten warteten nun
entweder den Aufbruch ab, oder suchten sich Erleichterung zu verschaffen, indem sie die Schwiele,
WlS m dem zweiten unter Sedillot veröffentlichten Fall, mit Nadelstichen tractirten, oder indem
sie wie m dem von Leplat mitgetheilten Fall, die verdickte Epidermis mit dem Messer abtrugen,
s sie auf eine kleine Höhle kamen, die mit serös-eitriger Flüssigkeit gefüllt war. Wir haben
aunt einen Spalt oder ein kreisrundes Loch in der verdickten Epidermis, welches auf das
nterhautzellgewebe führt, und eine nicht zur Heilung tendirende Wundfläche vor uns, kurzum
m ca ^ öses Geschwür. Es ist bekannt, wie fatal diese Geschwüre dem Practicus sind. Sie haben
Wen toipiden Character, ihre Granulationsflächen sind gezwungen, in der ganzen ursprünglichen
^ usdehnung zu benarben, weil sie sich nicht zusammenziehen können, und ihre Narben sind
UC h n 'cht in der Lage, durch starke Contraction sich verkleinern und verdichten zu können,
Gl die Festigkeit der umgebenden Hauttheile keine Verschiebung zulässt. Sie sind indess doch
ßer radonellen Therapie zugänglich, wie ja auch der oben von Leplat angezogene Fall zeigt.
^ enn wii abei diesen höchst ungünstigen anatomischen Verhältnissen, welche die Chronicität
, GSei Geschwürsformen bedingen, noch mechanische Insulten hinzufügen, wenn wir vor allen Dingen
' lle absolute Ruhe, keine antiseptische Verbände empfehlen, sondern, wie in dem zweiten
her Sedillot beschriebenen Fall, anrathen, einen Schuh zu tragen perfore ä la place de l’ulcere,
de gaiantii celui-ci de toute pression, dann erblicken wir nichts Geheimnissvolles darin,
en n der I atient über kurz oder lang mit Nekrose eines oder mehrerer Fusswurzelknochen
e dei zu uns kommt. Es kommt nämlich dann zur Bildung eines subaponeurotischen Abscesses,
*-r eine weit grössere Bedeutung hat, als die oben erwähnten. Der Eiter, durch die Aponeurose
an der Entleerung nach Aussen zunächst verhindert, verbreitet sich in der Tiefe bis zum Periost,
j d Sehnen und Knochen sind aus demselben Grunde in Gefahr, nekrotisch zu werden. Jetzt
n.nit der Patient in s Hospital. Ich kann mir kein Urtheil erlauben über die Salubrität franzö-
scher Hospitäler, glaube aber, dass Wunden unter »pansement avec charpie simple« den
°spitalseinflüssen sehr ausgesetzt sind. Man sondirt wiederholt und kommt schliesslich auf
fblössten Knochen; man findet es bemerkenswerth, dass die Sondirung fast schmerzlos war
. Uelaton s Fall war ja ausgezeichnet durch Anaesthesie — man extrahirt nach einiger Zeit
n Knochenstück nach dem andern, und ruft aus: »Toutes les operations sont supportees avec
lnc etonnante insensibilite!« Natürlich! es war Gangrän eingetreten.
In anderen Fällen, in denen der Verlauf bis zur Necrose ein viel rapiderer war, suchen
die Erklärung in der Betheiligung der Schleimbeutel des Fusses an der Entzündung, welche
^arnentlich auf dem Tuber calcanei, auf der Dorsalseite der Gelenke an den Zehen, auf der
antaiseite des Köpfchens des ersten und vierten Mittelfussknochens constant, auf der*Dorsal-
j. ^ Uantarseite des Kahnbeins, auf den Gelenken zwischen der Fusswurzel und dem Mittel-
ussknochen, auf der inneren Seite des Köpfchens des ersten Mittelfussknochens, auf der Tuberositas
Cs fünften Mittelfussknochens und auch an der äusseren Seite des Köpfchens des letzteren in-

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