Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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oder aber es wären jene Worte in dem engem Sinne zu fassen, in welchem der Dichter des Schutzes 
der Götter entrathen zu dürfen glaubt, wie z. B. Finnbogi rammi (s: Finnin s. k. 19, 272 3 : ck 
trüi a själfan mik, vgl: K. Maurer, Bekehr. II, 247 ff.) 
Weder in Kormakssaga noch seinen visur finde ich eine Andeutung darüber. 
Str. 26. 
Feldi horska hölda ne jnyminröir jioröu 
hjaldrörr ok vann sjaldan, [>eim i gegn, en seima 
mälmr beit hilf, a hölmi lundr hjd stört, at standa 
happ jbörarinn kappi-: Steinars syni fleina. 
Construction: Jjoravinn kappi hjaldrörr feldi hölda horska ok vann sjaldan happ ä hölmi: [fleina 
prymniröir 1 ne j)or5u at standa i gcgn [>cim [Steinars syni' en [seima lundr 3 hjö stört. 
Kenningar: 1. fleina [irymr: der Geschosse Getös d, i: Schlacht, fleina prym-niröir. Schlacht-Njörde d. i* 
Männer. 2. Steinars son d. i: [jörarinn kappi. 3. seima lundr: der Schätze Wald d. i: Mann. 
Inhalt: ‘Jjörarinn kappi erlegte tapfre Krieger, hatte aber selten Glück im Holmgang; (gleichwohl), 
wagte Niemand dem gewaltigen Schläger gegenüber zu treten. 
Von dem hier erwähnten [jörarinn kappi Steinarsson wissen wir nichts, als was 
obige Str. der Isld. berichtet. Ob er der Sohn des in FöstbrceSra s. öfters gedachten Helgu-Steinarr 
J>6risson gewesen, ob vielleicht Namen von Vater und Sohn verwechselt worden und der allerdings 
als tüchtiger Kämpe genannte Helgu-Steinarr gemeint sei? (über diesen, erwähnt in Isl. I, 123. 
129. 234 und in Föstbr., s: GrhM II, 417 n. 64 und 65). 
Str. 27. 
27. Vist seimfarra snerru 
snarr H61mgÖngu[-Starri]. .. 
Constr. und Kenn.: ‘Vist (er, at) Hölmgöngu- Starri (häö'i?) seim-farra (sverös clda |i. c: väpn») 
-snerru (j>. e: orrustu) . . . JS 
Inhalt: ‘Hölmgöngu-Starri erregte Kampf’ .... 
Starri oder nach seinen Holmgängen Hölmgöngu-Starri genannt z, B. Isl. I, 186 1H (ebenso 
Hölmgöngu - Mani, -Bersi, -Hrafn, -Ljötr, -Kylann, -Skeggi in Landn., Laxd., Flat., GullJ)., Gish 
u. v. a.) — ist der Sohn des landnämsmaSr Eirekr i Goödölum (nördl, Island) Landn. III, 3, 1^* 
I, 190. 186; er gehört nebst seinen Brüdern um das ,J. 981 zu den angesehendsten Häuplingen des 
nördl. Island (Kristn. k. 1, Bp. I, 4). In Vatnsd. k. 47 (Fs. 78 2 ) erscheint er als Freund dos Ulfheöinn, 
den er zum Zweikampf mit [jörarinn illi begleitet; in Laxd. aber [oder vielmehr in dem jüngeren 
und erst später beigefügten Bollajmttr] k. 80 und 81 tritt Starri, oder wie er hier hoist: GuÖdaH 
Starri (340 5 ) — unwahrscheinlich genug, da er längst tod sein musste (Safn I, 454) — in Gesellschaft 
des "porvaldr Hjaltason auf. Vom Starri heist es endlich eben auch in Laxd. (340 19 ), er habe in 
Guödalir ein unterirdisches Gelass (jaröhüs) besessen, da er fortwährend Verbannte (skögarmenn) h° J 
sich aufgenommen; er selbst war auch in vielerlei Processe verwickelt: ätti hann ok nokkut sökött-
	        

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