Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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at vers - vigum: [borös bliks haröglööar Modi 1 liinn er ste meö [bruma ekka* of (10V) tog 
hälfan fjöröa (imv) [hlakkar runna. 3 
Kenningar: 1. borös blik: des Schiffes Glanz d. i: Schild, borös bliks harö-glöö: des Schildes 
Hartfeuer d. i: Schwert, borös bliks haröglööar Mööi: des Schwertes Modi d. i: Mann. 
2. bruma ekki: der Baumzweige Wehe d, i: Axt. 3. hlakkar runnar: der Hlökk (Kriegs 
göttin) Sträuche d. i: Männer. 
Inhalt: ‘Hölmgöngu-Bersi, gar Manchem bekannt, war erbarmungslos im Schwertkampfe, er der mit 
seiner Axt fünf und dreissig der Männer überwand’. 
Her si, in Landn. II, 4 (Isl. I, 72, n. 1) nur kurz, in Laxd. k. 9 und 28 (1826, 25 und 
109) etwas ausführlicher erwähnt, erscheint als eine der Hauptpersonen der Kormakssaga, k. 7—16. 
Er ist der Sohn des Veleifr gamli und wohnt zu Saurbaer im Gilsfjörör (norwostl. Island), 
ein angesehener und reicher Mann, weitbekannt als tüchtiger Kämpe und vor Allem als Holmgänger, 
desshalb gewöhnlich Hölmgöngu-Bersi genannt (auch Hölm-Borsi Korm. 62 s * und 132—134; s: zu 
laid. 27). Doch nicht nur als Kämpfer, der mit seinem Schwerte Hvitingr sich in so vielen Zwei 
kämpfen den Sieg erringt, sondern auch als skäld tritt er hervor; Kormakssaga enthält 15 visur, 
die er bei den verschiednen in ihr erzählten Begebenheiten spricht. Namentlich verdienen hier zwei 
hervorgehoben zu werden k. 14, 1 (s. 136) und k. 16, 2 (s. 150—152), in denen Bersi die Zahl der 
von ihm im Holmgang Erschlagnen nennt und von denen die letztere mit Isld. 24 völlig überein 
stimmt und jedenfalls deren Dichter als Quelle godient; sie lautet: 
bengiöa hjö ek bräöir troll hafi lif, ef laufa 
bläfiöruöum skära litag aldrigi bitran, 
(kendr var ek mjök viö manna beri |>ä brynju meiöar 
morö) hälfan tog fjoröa: brjöt i haug sem skjötast. 
truction. hjö ek (meö) bengiöa braöir, hulfan tög fjöröa, (im) skära bläfiöruöum — var ek mjök 
kendr viö morö manna: trüll hafi lif (mitt), ef ek aldrigi (siöan) lita laufa bitran, beri ^ 
brynju- meiöar (toV) .brjöt d. i: mik, sem skjötast i haug. 
Inhalt: 'Ich erschlug mit dem Schwerte 35 Männer, dem schwarzbefiederten Raben zur Beute - i<* 
war durch Männermord vielbekannt; wog mit meinem Leben, wenn ich nie wieder meinen 
aufe (Schwert) rüthe, da mögen die Männer mich liober baldmöglichst ins Grab legen’. 
Kendi Konnakr stundum 
kynstorr viöum brynju, 
opt brä hann viö heiptir 
hrafns sut, i gras lüta: 
ok alinr sä er blaut hilinis 
bald bloöugra skjalda, 
bold frä ek hrsBÖast aldri, 
hugprüör ä sik trüöi. 
c , e hugpniör a sik trüöi. 
Cemtructum: Kormir kynslorr kendi stnndnn, [brynju vi,W 14ta , _ , vU , koip tir 
»ui hrafns, ok bldäugra [skjalda ilmr- tagprdü, ,4 0 r hlant bald hilmis tni« 4 eik - W 
ek hold hraeöast aldri. 
kenningar: 1. brynju viöir: der Brünne Bäume d. i: Männer. 2. skjalda älmr: der Schilde Ulme 
dL i: Mann. - bregöa süt hrafns: die Sorge des Raben vertreiben d. i: den Raben (durch 
streck!n e 1 reU 8 eil 19 emUm ^ ^ ^ ™ 0188 sinkün d - i: nicder ' 
InhaU: ‘Kornakr, alter Geschlechter Spross, streckte im blutigen Kampfe gar Manchen nieder: der 
furchtlose Held, der Fürsten-schutz genoss, war seiner Kraft gewiss’.
	        

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