Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

'wollen Nj. k. 146, s: K. Maurer, Bek. I, 440 Anm. 47 und II, 179; Halls Bethoiligung an Floses 
Streit wird ausserdem erwähnt in Nj. k. 116. 120. 123. 124. 125. 135. 137. 146 und 148). 
Sowohl hier als dort erscheint Hallr als ein durchaus friedliebender und ruhiger Mann, so 
dass die Worte der Isld.: ‘sä er kunni sonar lög’, mag man sie im Besondem auf die Verhand 
lungen wegen der Annahme des Christenthums oder auf sein versöhnendes Einschreiten heim Alding- 
kampfe oder überhaupt auf Charakter und Handlungsweise des Mannes beziehen, sehr bezeichnend 
sind und man kaum begreift wie Hallr in die Reihe der übrigen Kämpen und Schlachthelden der 
Isld. aufgenommen werden konnte. 
Seine Söhne werden genannt in Nj. und Landn., doch nicht ganz übereinstimmend; Nj- 
k. 96 (97) nennt: ‘Joorsteinn ok Egill, Jiorvaldr ok Ljotr, ok Jiiörandi, sä er dfsir 
vegi’, dagegen Land. IV, 9 (Isl. I, 262 9 ff. und Fms. II, 191 192) blos: Jjorsteinn, EgüR 
Jjorvarör (al. Jiorvaldr), führt dagegen kurz vorher (261 -‘ cf. Flat. I, 418™) noch den Koli 
als Sohn des Siöuhallr an, in Ucberstimmung mit Nj. k. 147 und 148 (254™ und 255 11 ) und mit 
Snorre in seiner Vorrede zur ausführlichen Olafssaga hclga (1853, 1"): eptir sögu Odds K o 1 s sonar 
Hallssonar af Siöu. Ljotr (f 1012 auf dem Aiding Nj. k. 146, 248 ia , Safn I, 411) wird unter den 
Vorfahren des Bischof Klamgr zu Skalholt (f 1176) in Bisk. a:ttir (Isl. I, 361 •’) genannt. 
Durch seine Söhne ist Si’öu- Hallr der Ahn berühmter Männer: der beiden Skalholtcr 
Bischöfe Magnus Einarsson (f 1148) und Magnus Gizurarson (f 1236), des Bischofs .Jon Ogmundarsoi 
zu Hdlar (f 1121), durch ^jorsteinn Vorfahr des Are froöe, durch soiuo Tochter ngvildr de. 
Smmundr firoöe (s: Islb., Kristn., Hgrv.) 
Ausser Jiorsteinn, von dem str. 23, sind Egill und Jnörandi noch besonders bekannt; von 
Egill bei Olafr helge handelt eine kleine Episode in Oh (1849) k. 53—55 (vgl: Flat. I, 142 1^ 
und J)dttr af Egli in Jon Jiorkolssons sex sögu|). [Rkjv. 1855], 1—12) und, etwas verschieden, lU 
Fms. V, 321—329 (aus Thomasskinna, cod. reg. 1008, s. 321—329); von Jjiörandi ‘dem ältesten 
Sohne des Slöu-Hallr’ und seinem Tod durch die Disen (c. 990 s: Safn I, 411) wird erzählt na 
Flat. I, 419—421 (s: K. Maurer, Bekehr. I, 228—230). 
Otr. Zö. 
Halls arfa frä ek hollan, 
hyr, göllungum styrjar 
|>ann er oligast, unnar, 
illrnaslis rak, taelir! 
valdr let liimn of felcla 
fleins a inorni einurn, 
])ii. vti I>orsteinn hävan 
I>6rhadd, viöu naddo. 
Construction: frä ek — [unnar hyr-tcolir! 1 - [Halls arfa 9 [»ann er Öligast rak illmtelis vera hollan 
[styrjar göllungum 3 : [fleins valdr 1 let of felda [nadda viöu 5 fimm ü morni einurn - fcorstein» 
vd J)d Jjörhadd hävan. 
Kenningar: 1. unnar hyrr: der Woge Feuer d. i: Gold, unnar hyr-telir: Gold-vornichter d. i: Mann- 
2. Halls arfi: Halls Erbe (Sohn) d. i: fiorsteinn. 3. styrjar göUungar: des Kampfe 
Habichte d. i: Rahen. 4. fleins valdr: des Geschosses Walter d. i: Mann. 5. nadda viöir : 
der Pfeile Bäume d. i: Männer. 
Inhalt: ‘jjorsteinn Hallsson — o Mann! — er, 
ein Krieger: er streckte fünf Mann an 
der \ erlüumdung in höchster Wuth bestrafte, " il1 ' 
einem Morgen nieder und unter ihnen den [ »orvarö.
	        

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