Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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nach Anhörung seiner Erlebnisse bei Häkon jarl den Namen ‘jarla skäld’ ertheilt, und ist im 
Frühjahr darauf nach Island zurückgekehrt, wo er sich verheiratbet und ein neues Besitzthum zu 
Höföabrekka im Midair erwirbt. Der unterdess genesene Häkon, der wohl erkannt wer ihm so viel 
Leides zugefügt, bewerkstelligt seine Rache an (oorleifr in der Weise, dass er mit Hilfe zweier 
Zauberinnen einen Holzmann herrichtet, dem er durch das Herz eines geschlachteten Menschen 
Leben verleiht, und ihn unter dem Namen jporgerör nach Island mit dem Aufträge entsendet, dem 
Joorleifr das Leben zu nehmen; jjorgerör trifft den foorleifr und durchstösst ihn mit dem Spiesse 
in demselben Moment, als auch Jborleifr den Jmrgerör erschlägt (Flat. I, 213—214). 
NB. Gl. Yigfüsson (Safn I, 371—392) glaubt zwei Dichter des Namens jborleifr unterscheiden 
zu müssen; beide dichteten auf Häkon jarl, aber der ältere auf H. j. Grjötgarösson 
(f 900), der jüngere auf H. Hlaöa jarl (t 995), jener als Feind, dieser als Freund 
des betreff. Jarlen. 
Str. 
Snjallr frä ek opt at olli 
Orinr skogarnef rogi, 
örr var sa til snerru 
snarr hljömboöi darra; 
19. 
ok geirraddar gladdi 
Gaukr Trandilssun hauka, 
geig vann heldr at hjaldri 
hann öfaurn manni. 
Construction: frä ek at Ormr skogarnef snjallr opt olli rögi — sa snarr(i) [darra hljomboöi 1 var örr 
til snerru: ok Gaukr Trandilssun gladdi [ geirraddar hauka 2 — hann vann heldr geig manni 
öfäm at hjaldri. 
Kenningar: 1. darra hljömr: der Spiesse Klang d. i: Schlacht, darra hljom-boöi: Schlacht-darbieter 
d. i: Mann. 2, geir-rödd: Speer-stimme (-klang), d. i: Schlacht, geir-raddar haukar: der 
Schlacht Habichte d. i: Raben. — gleöja hauka, und: vinna geig einum s: S. 19. 
Inhalt: ‘Ormr skogarnef der immer kriegs-bereite erregte oft Streit: auch Gaukr Trandilsson, der 
manchen niederstreckte, war ein Kämpe’. 
Ormr skogarnef Hämundarson wird in Landnäma (Isl. I, 344 4 cf. 286, n. 1 und 
288, n. 9) und in Njäla k. 19, 30 5 als natürlicher Bruder (brööir laungetinn) des in Isld. str. 20 auf 
geführten Gunnarr ä Hliöarenda genannt; ausserdem erwähnt seiner Hkr. YI, k, 102, 203 28 U unter 
der Mannschaft des grossen Kriegsschiffes Ormr hinn langi und zwar in dessen ‘kappariim’, zu 
sammen mit Einarr fmribarskelfir. Er fiel in der Svoldr - Schlacht (im J, 1000): ‘O. sk., er feil ä 
Orminum langa ineö Olafi konungi’. Landn. Y, 4 (Isl. I, 288, n. 9). 
Gaukr i Stöng jborkels son trandils wird in Landnäma Y, 11 (Isl. I, 310, n. 8) als 
Enkel des landnämsmaör joorbjörn laxakarl genannt, der zu Hagi im ]jjörsärdalr (südl. Island) 
wohnte. Die Njäla k. 26, 39 23 und k. 140, 227 14 sagt von ihm, dass er föstbrööir des Asgrimr 
Elliöagrimsson und ‘frlöastr maör ok bezt at ser gjörr’ gewesen; Asgrimr habe ihn erschlagen und, 
als ihm Skapti diess vorwarf, sich damit entschuldigt, dass es aus Noth geschehen sei. 
Str. 20. 
Varöiz göndlar garöa 
Gunnarr snörum runnum 
greift, en Gizurr sotti 
garp äkafa snarpan: 
Construction: Gunnarr varöiz greift [göndlar garöa 
Njörör let sextati sseröa 
snarr hljömviöu darra, 
särt lek halr viö hölda, 
hjörregns, en tva vegna. 
runnum 1 snörum, en Gizurr sötti garp äkafa
	        

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