Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

Üeberlieferung auf Island fort und eine Menge Oertlichkeiten, Steine, Felsen, Wasserfälle tragen 
dort Grettes Namen (s: K. Maurers island. Yolkssagen und Jön Arnasons isl. cefintyri II, 94—97). 
Yon der in Isld. str. 17 erwähnten That Grettes erzählt Grett. k. 48 : 
Joorbjörn öxnamegin zu Jböroddsstaöfr im Hrutafjorör (nördl. Isl.), ein hersehsüchtiger und übel 
gesinnter Mann (s: k. 30) hat Grettes Bruder, den Atle erschlagen, weil dieser, gegen den er ohnehin 
von früherher einen bittern Groll hegt, einem von ihm schlecht behandelten Knecht Aufnahme und 
Zuflucht gewährt. Als Gretter, der unterdessen ausser Landes gewesen, bei seiner Rückkunft des 
Bruders Tod vernimmt, begiebt er sich eines Tags allein nach Joöroddsstaöir, wo er auch Jmrbjöm 
mit seinem jungen Sohne Arnörr beim Heubündeln beschäftigt findet. Er wirft zunächst, doch ohne 
Erfolg, den Spiess nach ihm und greift ihn dann mit dem Schwert (sax) an; nachdem er den 
Knaben, der ihn mit seiner Axt im Rücken bedroht, zu Boden gestreckt, haut er mit dem Schwerte 
nach dem sich durch seinen Schild vertheidigenden Joorbjörn mit solcher Kraft, dass auch dieser 
tod niedersinkt. Grettir, sobald er von dem Todschlag in der Nachbarschaft die erforderliche An 
zeige gemacht, begiebt sich zu seiner Mutter Asdis, die hoch - erfreut die Nachricht von der 
nunmehr an Sohn und Bruder genommenen Rache vernimmt. Grettir spricht hierbei eine visa, 
deren letzte Yerse vermuthen lassen, dass sie dem Dichter der Isld. bekannt gewesen; sie lautet 
(nach Jön Jporkelssons Text und Erklärung, Reykjav. 1871, s. 20—21): 
varh f veörafiröi 
väpnsöttr f byr Joröttar 
(oest för Arfs ok Gneista 
afl) fangvin[u]r Hafla: 
nü er ösjötlat Atla 
andrän j)at er var hänum 
(dauör hne hann) fyrr (ä frlSri 
fold) makliga goldit. 
Construction: fangvinr Hafla (d. i: Jporbjöm) varä väpnsöttr f jjröttarbyr (d. i: i bardaga) i veörafiröi 
(d. i: i Hriitafiröi); afl Arfs ok Gneista (d. i: öxnamegin) för oest; andrän (d. i: vig) Atla, 
j)at er fyrr var ösjötlat, er nü goldit hänum makliga; hann (d. i: Jjorbjürn) hne dauör ä 
friöri fold. 
Inhalt: ‘Jmrbjörn wurde im Hrütafj. angegriffen (Ochsenkraft fuhr wild empor); der noch ungesühntc 
Tod Atles ist nun gehörig gerächt; er sank nieder zur schönen Erde’. 
NB. über die kenning von Jborbjörns Beinamen öxnamegin s: K. Gislason, om skjald. 290. 
J)oröi |>orleifr heröa 
()ing allsnarpra hringa, 
68 sa er jarli hei8num 
ofriöan reö smi8a: 
Str. 18. 
vega kva8u ]pvi pjoöir 
(>aim ok Olaf annan, 
brse8r voru (>ar baöir, 
berserk, at J>vi verki. 
Construction: Jborleifr sä er röö smiäa oö öfriöan jarli heiönum jioröi heröa allsnarpra [hringa fing 1 : 
[ijööir kväÖu j)ann ok Olaf annan j)vf vega berserk — brseSr baöir voru [)ar at Jovi verki. 
Kenningar: 1. hringa |)ing: der Schwerter Zusammenkunft d. i: Schlacht. 
Inhalt: ‘Jöorleifr, der auf den Jarl Schmähverse dichtete, war ein kühner Kämpe; desshalb, wie 
man sagte, erschlug er gemeinsam mit seinem Bruder Olaf einen Berserk'. 
/ 
Yom Jjorleifr handelt eine besondre kleine Saga (j>ättr Joorleifs), die der grossen 
Olafs saga Tryggv. in der Flateyjarbök einverleibt ist (Elat. I, 207—215 und Fms. III, 89—104).
	        

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