Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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Inhalt: ‘Noch als Jüngling kämpfte Jmrälfr Skölmsson unter (Häkon) AÖalsteins föstri, mit dem 
er in der Schlacht muthig vorwärts drang.’ 
öralfr (Jaörälfr in Isld. durch den Reim, anderwärts durch die bessere Ueherlieferung 
gesichert gegen den üblicheren Namen jbörölfr, wie Jjörolfr Skölmss. z. B. Fsk, 14 29 genannt wird) 
— Jjörälfr mit dem Beinamen hinn sterki wird in Landn, III, 14 (Isl. I, 211) angeführt als Sohn 
des Skölmr (d. i: Jiorbjörn skölmr Plat. I, 520 19 ) und sesshaft zu Myrkä (im Hörgärdalr, an der 
Westküste des Eyjafjörör im nördl. Island), 
jbörälfs Kampfgenossenschaft mit König Häkon erzählen Hkr. IV, k. 30 u. 31 (Plat. I, 
60—61 und Fms, I, 43—45), Pagrsk. s. 24—25 und A grip in Fms. X, 383 in wesentl. derselben, 
zugleich sich ergänzenden Weise. 
Hkr, berichtet: Jmralfr hinn sterki Skölmsson (ein Isländer, 19 Jahr alt, Agrip 383 10 ) be 
findet sich zu Fitjar im Gefolge des König Hakon, der wie sein Vater Haraldr härf. sich mit 
besonders starken und tapfem Männern zu umgeben liebte (und dem sich an Stärke nur jpöralfr 
vergleichen konnte Psk. 14 29 ). Als der König von der heranschiffenden feindlichen Flotte überrascht 
sich zum Kampfe entschliesst, gesellt sich Jxürälfr bewaffnet mit dem Schwerte Fetbreiör (das ihm 
Häkon geschenkt Psk. 25 2 ) zur Person des Königs und ficht an seiner Seite — ‘ihm der nächste’ 
wie der isländ. Dichter Jmrör Sjäreksson in seiner dräpa auf jpörälfr bezeugt. Hier in der Schlacht 
(bereit sich selber dem auf Hakon eindringenden Eyvindr skreyja entgegenzuwerfen, doch von jenem 
daran gehindert Psk, 24 16 und Agr. 383 13 ), schützt er den König durch vorgehaltnen Schild vor 
Eyvinds tödlichem Hieb und erschlägt (ausser vielen andern Psk. 25 2 ) auch dessen Bruder, den 
Alfr askmaör, 
Isld. spricht nur von J>6ralfs Kampfgenossenschaft mit König Hakon, ohne seiner Körper 
kraft zu gedenken, von der er nach Plat. 1, 524 (§ 413) im Wettstreit mit seinem Vetter Ormr 
Storolfsson (Isld. 15) am Aiding staunenswerthe Proben ablegte und durch die er mit diesem in 
Gretla 132 26 (s: Safn. I, 284 und 478) dem Grettir zur Seite gestellt wird; es ist diess um so 
auffallender, als das Gedicht ihm sofort in den nächsten Strophen jenen Orm und den gleichfalls 
durch seine Stärke berühmten Pinnboge folgen lässt. 
Str. 14. 
Rauö Finnbogi friöa ok haraddar hraeddir 
Fjölnis glöö i bloöi hrings öfair gingu 
hinn er hjalms viö runna firir (mymsvelli (>ollar 
hart gekk fram hinn rammi: J)eirn sarjökuls geima. 
Construction: Finnbogi hinn rammi hinn er hart gekk fram vif) [hjälms runna 1 raub [Fjölnis glöö 2 
friba i bloöi: ok [hrings haraddar [>ollar 3 öfair gingu hraeddir fyrir beim [sarjökuls geima 
jtrymsvelli 4 , 
Kenningar: 1. hjalms runnar: des Helms Sträuche d, i: Männer. 2. Fjölnis glöö: Fjölnes (Odins) 
Feuer d. i: Schwert, 3, hrings harödd: des Schwertes Hochklang d. i: Schlacht, hrings 
haraddar hollar: Schwert-fichten d. i: Männer. 4. sär-jökuls geimi statt: särs geima jökull; 
särs geimi: der Wunde Meer d, i: Blut, särs geima jökull: des Blutes Gletscher d. i: 
Schwert. 
Inhalt: ‘Pinnboge der Starke war ein kühner Kämpe und viele Krieger wichen bang vor ihm zurück,’
	        

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