Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

häöu [fleinglygg 2 : [atgeirs j>ollr 3 hinn ellri varö allr 1 för [>eiri, Jmrölfr hinn hugstori feil 
ä jm [hrings jüngi 4 . 
Kenningar: 1. foldar- (vörör) ok fyröa-vörör: Wächter über Land und Leute d. i: König. 2. fLein- 
glygg : Pfeil-Sturmwind d. i: Schlacht. 3. atgeirs ftollr: des Speeres Pichte d. i: Mann. 
4. hrings-j>ing: des Schwertes (bez. der Schwerter, vgl: hringa J)ing 18 2 ) Zusammenkunft 
d. i: Kampf. — veröa allr s: S. 19. 
Inhalt: ‘die beiden Brüder vertheidigten mit König Adalstein das Land in der Schlacht: Jpordlfr, 
der ältere yon ihnen, verlor hierbei sein Leben’. 
KB. über joorblfr Skallagrimsson s: zu Str. 10. 
Str. 10. 
Egill fekk unda gagli, sunr raub sibar brynjur, 
lilfs kom hrafn at tafni, sveröa Freyr, i dreyra, 
hygg ek burguz vel varga, mildr klauf skatna skjöldu, 
verb rneö brugönu sveröi: Skalla-Grims hinn snjalli. 
Construction: Egill fekk verb [unda gagli 1 meö brugönu sveröi — hrafn kom at [ülfs tafni 2 — hygg 
ek varga vel burguz: [Skallagrims sonr 3 hinn snjalli raub brynjur siöar 1 dreyra — [sveröa 
Freyr 4 mildr klauf skjöldu skatna. 
Kenningar: 1. unda gagl: der Wunden Gans (Vogel) d. i: Babe. 2. ülfs tafn: des Wolfs Beute 
d. i: Leichnam. 3. Skallagrims sonr d. i: Egill. 4, sveröa Freyr: der Schwerter Frey 
d. i: Mann. 
Inhalt: ‘Egil Skallagrimsson war ein tapfrer Krieger.’ 
zu Str. 9—10. 
Was wir von den hier erwähnten beiden Söhnen des Skallagrlmr Kveldülfsson zu Borg im 
Borgarfjörör (westl. Island) wissen, dem jj 6 r 6 1 f r (f 927) und seinem, um 15—16 Jahr jüngeren 
Bruder, dem als Kriegsheld und als Skald hochberühmten Egill (904—990), verdanken wir so gut 
wie ausschliesslich der von diesem und seiner Familie berichtenden Egils saga. 
Wie Egill unter seinen isländischen Zeitgenossen, behauptet diese Saga unter den übrigen 
Islendingasögur durch den Beichthum ihres Inhalts nicht weniger als durch classische Sprache und 
Darstellung einen hervorragenden Bang-, rücksichtlich ihrer Glaubwürdigkeit, die allerdings wie 
bei den meisten der übrigen Islendinga sögur eine sehr fragliche erscheint, versäumen wir nicht auf 
Edvin Jessens Abhandl. in Sybels histor. Zeitschr. 28 (1872), 61—100 ganz'besonders zu ver 
weisen. — Nach ausführlichem Bericht über Egils Vorfahren erzählt sie in eingehender Weise ein 
Krieger- und Skalden-Leben, das eben so lang ist, indem es fast das ganze 10. Jahrhundert erfüllt, 
als wechselvoll und reich an den mannigfaltigsten Begebenheiten nicht allein auf Island, sondern 
und zwar vorzugsweise auch in England und Norwegen, den Küsten der Ost- und der Nordsee. 
Wir dürfen hier um so eher auf diese Saga verweisen, als die in Isld. dem Egill bestimmte 
10. Strophe — gleichsam, als ob der Dichter verlegen gewesen, welche der vielen Heldenthaten 
Egils anzuführen — sich auf eine ganz allgemeine Prädicirung seines Kriegerthums beschränkt. 
Von den Ereignissen aber, auf welche die beiden Brüdern gewidmete 9. Strophe Bezug 
nimmt, berichtet die Saga (k. 50—55) Folgendes : 
Der englische König Aöalsteinn (iEjrelstän, 924—941), um sich wieder in den Besitz von
	        

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