Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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Str. 7. 
Helgi rauö, en hriöar 
hygg ek meirr geta jpeirra, 
fenris teör i fööri 
fleingaldrvölu, skjaldar, 
|)ä er Äsbjarnar, örnu, 
erfingi hra? fingin, 
fra ek nyta ser sveita, 
sins nafna let hrafni. 
Construction : Helgi teör rauö [fleingaldrvölu 1 i [fenris fööri 2 — en ek hygg meirr geta [skjaldar hriöar 3 
Jreirra —, J)a er[Ashjarnar erfingi 4 let hrse nafna slns fingin hrafni — fra ek örnu nyta ser sveita. 
Kenningar: 1. flein - galdr: Pfeilgesang d. i: Schlacht, fleingaldrvölr: Schlacht - stab d. i: Schwert. 
2. fenris föör: des Fenri (-wolfes) Nahrung d. i: Blut, 3. skjaldar - hriö: des Schildes 
Sturm d. i: Schlacht. 4. Äsbjarnar erfingi: Asbjöms Erbe, Sohn d. i: Helge, — 7 b lata 
hrse eins fengin hrafni, und rjööa (väpn i blööi) s: S. 19. 
Inhalt: ‘besagter Helge (Dropl.) — um noch weiter seines Streites zu gedenken —- kämpfte, als 
(Helge) Asbjarnarson ihn im Gefecht erschlug.’ 
NB. Das zurückweisende meirr und jmirra in 7 2 bestimmte mich teör (mit SEg 817 b und 
195 lj ) als: ‘modo memoratus’ zu fassen, sonach Helgi (7 1 ) auf H. Dropl. zu beziehen 
und getv Mbr in geta: commemorare zu ändern; J. Sigurösson billigt mein geta, aber 
verbindet: Helgi (Ashj.) rauö fenris teör (dentes) i fleingaldr-völ(v)u fööri (in valkyrise 
pabulo i. e: sanguine) — jedenfalls vorzuziehen, da der Held der neuen Strophe 
nicht blos umschrieben, sondern auch genannt werden soll und die Worte meirr und 
jteirra sich recht wohl auch auf den Inhalt der 7. Str. beziehen lassen. 
NB. über Helge Asbj. s: zu Str. 8. 
Str. 8. 
Hefüdi Grimr, J)a er geyinir Njörör lagöi sä sveröi 
gekk inn at Frey linna snäka stigs, af vigi 
foldar Fjölnis elda, Tyr varö ägsetr ära 
froör vaskliga brööur: elgs, i gegnum Flelga. 
Construction: Grimr fröör hefndi vaskliga brööur, [>ä er [Fjölnis elda geymir 1 gekk inn at [linna 
foldar Frey 2 : sä [snäka stigs Njörör 3 lagöi sveröi 1 gegnum Helga — [ära elgs Tyr 4 varö 
ägsetr af vigi, 
Kenningar: 1. Fjölnis eldar: Fjölnes (Odins) Feuer d. i: Schwerter, Fjölnis elda geymir: Schwerter 
bewahrer d. i: Mann (Grimr). 2. linna fold: der Schlange Wohnsitz d, i: Gold, linna foldar 
Freyr: des Goldes Frey d. i: Mann (Helge Asbj.). 3. snäka stigr: der Schlangen Weg 
d. i: Gold, snäka stigs Njörör: des Goldes Njörd d. i: Mann (Grimr), 4, ära elgr: der 
Puder Elch d. i: Schiff, ära elgs Tyr: des Schiffes Tyr d. i: Mann (Grimr). 
Inhalt: ‘Grim rächte seinen Bruder, indem er den Helge (Asbj.), zu dem er hinein ging, mit dem 
Schwerte durchstiess, und wurde dadurch berühmt.’ 
zu Str. 6—8. 
Die in Str. 6—8 genannten Männer Helge Asbjarnarson und die Söhne der Droplaug: 
Helge und Grimr gehören nicht allein durch Geburt und Wohnsitz derselben Gegend des östl, 
Islands an, wie die in Str. 3—5 aufgeführten, sondern sind auch mit diesen verwandt: der Vater 
der Droplaugsöhne und die Mutter des jborkell Geitisson (str. 5) waren Geschwister, Kinder des 
[jiörandi Ketilsson, während Helge Asbj. mit der Schwester von Bjarne Broddhelgason verheirathet ist.
	        

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