Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

Broddhelge und Gleiter, von Anfang an einander sehr befreundet (jiorst. [>. hv. 47 5 ff.) 
verfeinden sich immer mehr, bis endlich Gleiter durch Broddhelges selhstsüchtiges und anmassendes 
Benehmen genöthigt und überdiess von Andern, die nicht weniger darunter litten, dazu angetrieben, 
auf einer Dingfahrt ihn erschlägt (‘974: vig Broddhelga’ Ann. ish). Eine Reihe von Jahren vergeht, 
als Bjarne, um seines Vaters Tod zu rächen, den Geiter erschlägt (Väpnf. 21 29 , ohne dass hier noch 
Andrer, geschweige denn ‘sehr Vieler’ (Isld. 4 1 ), die durch Bjarne den Tod gefunden, gedacht 
würde; ‘987: vig Geitis’ Ann. fsh). 
NB. Der Fall Broddhelges und die darauf folgenden Begebenheiten bis zu Geites Fall sind 
auf dem von Guöbr. Vigfüsson gefundnen Blatte erzählt, dessen eine Seite, die von 
ersterem berichtete, ganz unlesbar geworden, während die andre von G. Vigf. zum 
grössten Theile entziffert und a. O. mitgetheilt, wenigstens so viel erkennen lässt, dass 
eine Reihe von Jahren zwischen Broddhelges und Geites Tod verflossen; mit der 
Erzählung des letztem beginnt Väpnf. nach der Lücke, 
jporkell Geitisson, der unterdessen auswärts war, kommt zurück und vernimmt seines 
Vaters Tod durch Bjarne; diesen zu tödten befiehlt ihm jetzt dieselbe Sohnespflicht der Rache, 
die einst dem Bjarne den Tod von fiorkels Vater auferlegte. Nachdem |>. dem Bj. eine Zeit lang 
vergebens nachgestellt, treffen sie, ein jeder von den Seinigen begleitet, im Böövarsdalr zusammen; 
ein harter Kampf, in dem auf jeder Seite vier ums Leben kommen, endet damit, dass jmrkell und 
Bjarne schwer verwundet davon getragen werden. (Väpnf. 22 1 29; 989: bardagi i Böövarsdal Ann. 
isl., Isl. I, 235, n. 3. 237, n. 13. 238. n. 23). 
Bjarne, vom Arzt [jorvarör geheilt, lässt auch /[lorkel durch ihn heilen und fordert den 
wieder gesundeten in edler Versöhnlichkeit sogar auf, zu ihm nach Hof überzusiedeln, wozu sich 
jjorkell durch Zureden seiner Gattin Jörunn auch bestimmen lässt. Väpnf. 29—31. Ljösvetn. k. 12 
(Isl. 2, 35 16 ). 
Str. 6. 
Opt varm aldri svipta 
elgs fenviöu Helgi, 
baröiz hann viö haröa 
heröendr priinu sveröa 
fra ek bäru hlut haera, 
heiöinn unz varö meiöir 
dauör, en drengi aöra 
Droplaugar sun, bauga. 
Construction: Helgi vann opt [elgs fenvibu 1 svipta aldri, hann baröiz viö [sveröa primu heröendr 2 
haröa: frä ek [Droplaugar sun 3 bäru hlut haera en drengi aöra, unz [bauga meiöir 4 heiöinn 
varö dauör. 
Kenningar: 1. elgs - fen (des Elchs Meer, statt:) fens elgr: des Meeres Elch d. i: Schiff, elgs 
fenviör: des Schiffes Baum d. i: Mann. 2. sveröa prima: der Schwerter Donner d. i. 
Kampf, sveröa [irimu heröendr: des Kampfes Anreizer d. i: Männer. 3, Droplaugar sun. 
Sohn der Droplaug d. i: Helge. 4, bauga meiöir: der (Gold-) Ringe, oder des Goldes 
Vergeuder d, i: Mann. — 6 a vinna einn sviptan aldri, und: bera hlut haera s. s. 19» 
Inhalt: ‘Helge, der Droplaug Sohn, hat im Männerkampfe viele niedergestreckt; bis zu seinem 
Tode blieb er immer Sieger.’ 
NB. über Helge Dropl, s: zu Str. 8.
	        

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