Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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mir s. 14 -15 gesagte verweisen, ohne dass ich den hochverehrten Mann nicht auch 
hier meines aufrichtigen Dankes versichern möchte.*) 
Der Text des Gedichts ist bis auf wenige, zum grössten Theil schon von Sv. 
Egilsson, Konr. Gislason, Jön Sigurösson emendirte Stellen, correct überliefert. 
Von graphischen und orthographischen Eigenthümlichkeiten, so weit ich sie 
nicht im Texte beibehalten (sun-, firir) oder unterhalb desselben bereits notirt (hals, 
hogga, leitz u. a.), bemerke ich hier folgende: 
EB ist bezeichnet, ausser durch se, durch e mit oder ohne untergesetztes Häkchen; 
letzteres in: snggrundu, hrgddr, hrg, aggtr, mgta; 
e auch durch e mit unterges. Häkchen, in: hgröendr, fgnris, grfingi, §lgs, gllri, 
§1, glldmeiöir; durch as in: maetins, taslia, tvaeggia, Hfelgi, skogarn^f, so auch 
mi = ei in: vseiti, masirr, dceiliz, saeilar, imeiöir; 
e durch ae in: lset (12 5 ); 
ce (einmal in: cesti 21 1 ) durch ae in: aesti (13 1 ), assipröttr, hildfrtekn oder dur.h 
e norenna, breör; 
ö durch o in: roskvi, a(r)fvorö, nioröz, hogg(v)a, borövm, sariokull, fiornis, oder 
durch o mit unterges. Häkchen in: migö, fgöur, skiglldu, allhgrö, hvgtum, 
figlnis, ggllungum, olbeinir, roskvari, hiorva; ferner durch durchstrichenes 
(dän.) o in: hoföu, orvan, foöur, sorla, skorungr, niorör, uorö, forr, doglinga, 
log, holmgongu; endlich durch au (av), getrennt in: aurr (19 3 u. 26 2 ), aurna, 
aurlyndr, haulld-, oder verbunden in: skavfnungi. 
Accent ist selten. 
u wechselt mit v, z. B: uinar, uins, ueigum, ua, uika, sueita und: snggrvndr, 
-vngi, -gvnnar; 
d und ö sind geschieden; 
f stets in ags. Form, s überall lang; 
consonantische Gemination ist nicht, wie diess gewöhnlicher geschieht, durch 
Majuskeln (G = gg, R =>* rr usw) bezeichnet, sondern durch Minuskeln mit 
übergesetztem Punkt, so: g, k, h, p, t, r = gg, kk, nn, pp, tt, rr, z. h. in: 
hyg, gek, eh (= enn 6 7 und 7 1 sonst en), hap, sat, dafa u. v. a.; wie bei 
e und o das unterges. Häkchen, ist auch hier öfters der überges. Punkt 
meist nur vergessen oder verloschen, so über n in: j>an 4 1 23 3 , en 16®, 
uan 19 7 , grunungi 3 5 , gunar 20 2 ; über k in: raklyndr 5 4 ; über t in: |>rotr 
und ata, usw. Doch findet sich auch G = gg (hreG) und R — rr (snan u. a.); 
ebenso n = nn in: kunu. 
Die jener Zeit häufige Gemination des 1 und n vor d (s: G. Vigfusson, diet. 
*) Nicht darf ich unerwähnt lassen, dass mir durch Herrn Jön Sigurösson auch die Benutzung des noch un 
vollendeten m. Bandes der SE. AM. vergönnt war, in welchem mehrere Strophen der Isld. (9—12. 16. und 25) aufgenommen sind» 
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