Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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der auf Grund dieser Beziehungen aus einer wahrhaft wissenschaftlichen Benutzung 
der altisländischen Litei’atur für das germanische Alterthum bereits gewonnen worden 
ist, ein zu sicherer, als dass nicht der deutsche wie nordische Alterthumsforscher sich 
nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet fühlen müsste, jenen Quellenschatz 
bei der Erforschung des eignen Alterthums in jeder Weise zu befragen und für 
dasselbe zu verwerthen. 
Erweitert und steigert sich das Dankgefühl für die uns von einem Andern 
erwiesne Wohlthat wohl auch zum Mitgefühl für Alles, was dessen Leben freudig 
und schmerzlich bewegt, — sollte nicht auch auf dem Gebiete der Wissenschaft dem 
Danke, den sie einem ganzen Volke für die von ihm erhaltene Belehrung und 
Förderung schuldet, sich unwillkührlich eine Theilnahme an den Erlebnissen dieses 
Volkes, seinen Jubel- und Erinnerungsfesten zugesellen? 
Indem wir dieser Theilnahme unsrerseits in vorliegender Schrift einen Ausdruck 
zu geben wünschten, entschieden wir uns für die Herausgabe eines kleinen Werks 
der altisländischen Literatur, das nur wenig bekannt und nur zum Theüe bis jetzt 
veröffentlicht für unsern Zweck um so geeigneter erschien, als es sowohl nach seinem 
Inhalte als nach seiner Form ein specifisch isländisches Gepräge trägt: ein mit allem 
der isländischen Skaldendichtung eigenthümlichen Schmuck der Rede reich ausge 
stattetes Preisgedicht auf altisländische Kämpen, die Islendinga drapa des 
Haukr Valdisarson. 
Wir bieten sie hiermit den Fachgenossen im berichtigten Text und mit den 
zu ihrem Verständniss nothwendigen Erläuterungen.
	        

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