Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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XXIII. Das physikalische Institut. 
Für die Instrumentensammlung wurden angeschafft: ein Volumenometer nach Kopp; ein 
Terpodium von BUSCHMANN; eine kleine und eine grosse Thermosäule von Noe und verschie 
dene kleine Nebenapparate und Utensilien, Vom Kgl. Ministerium erhielt das Institut ein Exem 
plar von JoH. W. NYSTROM Principles of dynamics. Philadelphia t 874. 
Der Assistent stud. Bra ASCH ging Ostern 1874 ab undirat stud. Brodersen an seine Stelle. 
Die meteorologischen Beobachtungen wurden an 19 Stationen regelmässig angestellt. 
Am Institute haben für die internationalen Beobachtungen, welche von General MEYER in 
den Vereinigten Staaten zusammengestellt werden, die Notirungen seit Einrichtung dieses Beobach- 
tungssystemes begonnen. 
Der Beginn des Ausbaues der mangelhaften Lokalitäten hat sich leider bis in den Herbst 
1874 verzögert, so dass bei dem früh eintretenden Frost nur wenig geleistet werden konnte und 
der Bau noch das ganze Jahr 1875 in Anspruch nehmen dürfte. 
G. Karsten. 
IHf 
XXIV. Das Schleswig-Holsteinische Museum vaterländischer 
Alterthümer. 
Seit meinem letzten Berichte ist die Aufstellung und Verschmelzung der älteren Kieler 
l| nd der Flensburger Sammlung sowie auch der neulich angekauften Sammlung des weiland Dr. 
Marxen, soweit das jetzige provisorische Lokal (Kehdenstrasse 8) es ermöglicht, zu Ende geführt 
worden. Im dritten Stockwerk enthalten die Zimmer Nr. 7 und 8 Steinsachen, Nr. 9 ausserdem 
Hichbaumsärp-e der älteren Bronzezeit und die aus solchen entnommenen Zeugreste. Daran reiht 
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sich das im zweiten Stockwerk belegene Zimmer Nr. 6, wo die Waffen, Geräthe und Urnen der 
bronzeperiode aufgestellt sind. Endlich die Zimmer Nr. 1, 2 und 3 repräsentiren die Eisenzeit, 
Nr. 4 und 5 das christliche Mittelalter und die neuere Zeit. Eine Einladungsschrift*) habe ich 
bereits am Ausgang des Sommersemesters veröffentlicht. Dagegen kann die Ausarbeitung und 
Herausgabe eines gedruckten Wegweisers für die Besucher des Museums erst nach der Uebersied- 
kng in die für dasselbe definitiv bestimmten Räume stattfinden. 
In der älteren Museumslokalität (Flämischestrasse) bleiben noch 4 Schränke mit Steinsachen 
und ein altmodischer (W i nd i n g’scher) Schrank, welcher u. a. einiges ethnographisches Material 
und die Sammlung von gemalten Fensterscheiben enthält, sowie auch der geschnitzte (Klander’- 
sche) Schrank u. s. w. Desgleichen die Münzsammlung, mit deren systematischer Aufstellung aber 
demnächst begonnen werden soll. 
* Vorgeschichtliche Steindenkmäler in Schleswig - Ho 1 stein. Von Heinrich Handelmann. 
fhittes Heft. Mit 2 lithographirten Tafeln und 6 Holzschnitten. Einladung zum Besuch der provisorischen Aufstellung 
Fehdenstrasse 8) des Schleswig-Holsteinischen Museums vaterländischer Alterthümer zu Kiel. Kiel, 1874. ln Commission 
v, »> G. v. Maack’s Verlag.
	        

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